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8 (1837) Das Reich Jesu auf Erden
Entstehung
Seite
231
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screr Fehler endlich cinärnten. Auch diese Kränkungen sind nochnicht so empfindlich, denn sie können nur von hartherzigenMenschen kommen aber die Vorwürfe unsers eigenen Ge-wissens! Wehe dem Menschen, dem sein Herz keinen Trostgeben mag! Und dann neben dem peinlichen Bewußtsein:, daran bist du selbst schuldig: du hättest das Unglück vermeidenkönnen!" noch der Gedanke an die Heiligkeit Gottes, des Rich-ters, des Gerechten.

Bei weitem aber werden die Menschen mehr durch ihreigenes Verschulden in Noth gestürzt, als durch außerordentlicheVerhältnisse, denen sie nicht entgehen konnten. Uebereilungen,Unvorsichtigkeiten stürzen bald Diesen, bald Jenen in Verlegen-heit, denen er mit einiger Besonnenheit wohl hätte ausweichenmögen. Doch was auf Rechnung des beschränkten menschlichenVerstandes zu setzen ist, quält noch nicht so sehr, als was aufRechnung des Herzens gebracht werden muß. Wer mit bos-haftem Willen einem andern zu schaden trachtete, und sichselber damit den empfindlichsten Schaden brachte; wer Anderneine Grube gräbt und selber hineinfällt: wer tröstet den? Ihntreffen die göttlichen Strafgerichte, und das Gewissen spricht:du hättest noch mehr verdient.

Es schleppen ihrer Viele einen siechen Leib durch ihr ganzesLeben; sie schmachten an Krankheiten hin, die, wie es sichkaum bezweifeln läßt, nur den Tod zum Ende haben. Einstwaren sie heiter, voll blühender Gesundheit, wie Andere. Abersie haben die Kraft ihres Lebens in Wollüsten verschwelgt; siehaben ihre Gesundheit durch Unmäßigkeit und Uebertreibungvon Arbeiten oder Vergnügungen zerrüttet Beides war Aus-schweifung ; sie haben ihren Körper verweichlicht, statt ihngegen alle Witterungen und Ereignisse gehörig abzuhärten sieverloren, was sie zu wenig achteten, das edle Kleinod der Ge-sundheit. Auch andere Menschen leiden wohl an Gebrechlich-keiten des Körpers, doch ohne eigene Schuld. Wie unbedeutendist wohl jede Kränklichkeit neben den folternden Vorwürfen desBewußtseins eigener Verursachung des Elends!