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8 (1837) Das Reich Jesu auf Erden
Entstehung
Seite
222
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den Sterblichen mit den Bewohnern besserer Welten zusammen-knüpft! Gott vernichtet nicht das Heilige, das Gute es istja sein Werk! und die Liebe ist das höchste Gut, was Seelengegenseitig beseligen kann. Denn darum beseligt Gott dasWeltall, weil er selbst die unendliche Liebe ist.

Sterben ist mein Gewinn! Ja, dies sei mein letzterSeufzer auf dem Todtenbette, und der Gedanke an die Liebemeines Schöpfers, und der Gedanke an meine Geliebten drübender letzte Gedanke meiner Seele, ehe der Schleier von ihr ab-fällt. Und ist er gefallen, dann schwebt sie schon in Vollendung,wie die heiligen Geliebten, deren Auge früher brach, als dasmeinige.

Und darum, o Christus, o Göttlicher, o Offenbarer desVaters, sei Du mein Leben, denn ohne Dich wäre Sterben einUntergang meines Geistes! Ich, o Du Höchsterleuchteter, willin Deinem Sinne denken, in Deinen Gotteslehren wandeln,mit Deiner Hoheit das Irdische betrachten, mit Deiner Liebedie Menschheit lieben, mit Deinem Eifer Freude und Glück-seligkeit um mich her verbreiten, mit Deinem Muthe jedesHinderniß meiner Tugend und mich selbst überwinden, um ge-recht und groß und göttlich zu handeln, mit Deiner Gedulddes Lebens Noth tragen, mit Dein er Weisheit und Mäßigungdes Lebens Freuden genießen, mit Deinem Glauben gelassenund vertrauensvoll in die Wege der Vorsehung eingehen, undmit Dkinem Auge die Ewigkeit als mein Vaterhaus, und zuGott als meinem Vater sehen.

Denn Christus ist mein Leben, Sterben ist mein Gewinn!