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8 (1837) Das Reich Jesu auf Erden
Entstehung
Seite
220
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Händen, der, wenn man ihm die Wahl vorlegen würde, dennochdas Leben nicht wieder leben und von vorne wieder anfangenmöchte, ganz wie er es schon gelebt hat? Nun denn, welcherVerlust kann es in der That sein, wenn zuletzt dasjenige endetewas uns im Ganzen nicht so beglückt, daß wir es immer undewig so'und nicht anders haben möchten? Ein anderes, einneues Dasein, ein besseres Dasein für Seelen, die sich desselbenmit Zuversicht erfreuen können: ist es nicht Gewinn? Was sinddenn die Schrecken des Todes? Nur Schrecken einer kindisch-furchtsamen Einbildungskraft. Der Gott, der dich, o Seele,entkleidet, der wird dich wieder bekleiden.

Wer in Christo zu leben weiß, der weiß auchfr-eudig mit ihm zu sterben. Und der Gerechte stirbttäglich. (1. Kor. 15, 31.) Er stirbt, so oft er sich in seinenGedanken zu Gott erhebt, und das Irdische vergißt. Er stirbt,so oft er im Geiste sich mit den Geistern seiner verstorbenemLieben unterhält, und bei ihnen ist. Denn dann ist ihm für denheiligen Augenblick diese Welt nichts mehr. Er ist bei Gott, erist bei seinen Geliebten. Er ist, was er sein wird, wenn dieSeele aus ihrem irdischen Schleier entwickelt worden; nur nochnicht in jener Vollkommenheit, wie dann, wenn sie sich Gottund den Geliebten in neuem Gewände und durch verklärtereWerkzeuge gleichsam mittheilen kann.

Sterben ist mein Gewinn! Denn wofür lebe ichhier auf Erden? Das Loos aller Menschen und die ganzeNatur lehrt es mich, für die Ewigkeit. Also ein nochbesseres, vollendeteres Dasein ist meine Sehnsucht. Dafürarbeite ich an meiner Sclbstveredlung; darum suche ich meinemGeiste die Vollkommenheit jeder Tugend zu erwerben; was ichdurch Christum werde, das heißt, was ich durch die Nachfolgein seiner göttlichen Weisheit werde, das bin ich dort. So ist esalso der Tod, der mich zum erwünschten Ziele führt. Ich erreichedurch ihn, wonach ich immer gestrebt habe: ich werde endlichdas, warum ich da bin.

Sterben ist mein Gewinn. Ich vertausche ein unvolbkemmems Gewand mit dem edler»; ich verwechsele im Vaters