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scheint mir das Leben unter den Strahlen der Religion, diedarauf fallen. Da wird die Finsterniß heiter; die Räthsel lösensich, die Vergänglichkeit verschwindet; ich sehe mich ewig indem Ewigen, und Nichts mehr als das Werk des Ohngefährs,sondern Alles als das Werk des großen Weltordners, desUnbegreiflichen, des Allgütizen!
Eine Welt ohne Religion, ohne Jesus, ohne Gott, ist Hölle,ist entsetzliche Verwirrung und Wehehaus der Verzweiflung. DieWelt, bestrahlt vom Licht des Glaubens, beseligt durch Jesu Wort,erwärmt, belebt durch der Gottheit Arhem und unaussprechlicheLiebe, ist im Himmel, ist eine einzige große Harmonie, worinnichts vergebens lebt, nichts vergebens geschah.
Siehe auf zum Herrn, zum Schöpfer des Weltalls, zumGebieter der Unendlichkeit — und dein Leben, o meine Seele,ist kein Räthsel mehr, und ist nicht ohne erhabenen Zweck! Auchder Säugling, welcher bald nach der Geburt wieder unter denThräyen der Mutter an ibrem Busen stirbt, hat nun nichtvergebens geathmet und g lebt. Alles ist durch die Hand desAllerweisesten mit Allem aufs Innigste verbunden. In seinemgrenzenlosen Reiche ist Alles mit Allem verbrüdert; und dieErdenwelt, als Stern unter den übrigen Sternenwelten, gehörtmit allen Gestirnen und Sonnen, die sie sieht, auch den imunendlichen, fernen Raum wohnenden Weltkörpern an, die nieein sterbliches Auge sah, und sehen wird, und die sich dort umunbekannte Sonnen schwingen.
Siehe auf zum Herrn, o meine Seele! Warum bist dubetrübt über das, was du verloren? Warum beweinest du dieverschwundenen Freuden des kindlichen Alters? Ach, bist dunicht ein Kind, indem du sie beweinst ? — Wie sehntest du dichdoch sonst nach den Annehmlichkeiten des später», reifernAlters! Wie ungeduldig erwartetest du die Tage, in welchendu der Zuchtruthe entwachsen sein, und mit eigener Hand deinWohl und Weh bauen würdest! Du Haft es, und jetzt verlangstdu nach den Unvollkommenheiten deiner Kinderwelt zurück! —Was folgt' daraus? In dir war, da du noch durch deineJugendstunden hüpftest, schon Sehnsucht nach einem unbekannten