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Etwas, und du empfandest wohl, daß es dir nicht im unreifenStande der Kindheit werden könne. Darum erwartetest du mitBegierde den Tag der Reife. Du nahmst an Jahren zu, aberdein Durst nach dem unbekannten Etwas ward nicht gelöscht.Du bist jetzt in dem Lebensalter, wo du, was du nicht zu nen-nen wußtest, zu finden hofftest, und hast cs noch nicht gesunden.Du suchst eine Harmlosigkeit, ein Glück voll ewiger Dauer. Dusuchst das Unbekannte, und kannst es nicht nennen; du suchst esin der Freundschaft, im Wohlstand, im Ansehen, im genußvollenLeben, und Alles ist eitel. Du findest es dort nicht. Miß-vergnügt wünschest du dich in den freundlichen Morgen deinesLebens zurück; und würde dein Wunsch dir gewährt, würdestdu wieder Kind, o du würdest wieder voll gleicher Begierde,bald die reifem Jahre zu erleben.
Und wohin deuten diese Widersprüche? — Ach, sie deutenans deine Thorheit, daß du das unbekannte Heil hartnäckig inDingen suchest, die an sich selbst keine Dauer haben. Sieweisen dich auf andere Bahnen hin! Sie sagen dir: Sterlicher,du sehnst dich nach ungetrübter Seligkeit für deine Seele, aberdu suchst sie in Dingen, die höchstens nur deinem Irdischen,deinem Körper, deinem sinnlichen Herzen wohlthun. Duschmachtest nach etwas Unvergänglichem, und umarmst nur dasVergängliche! '
Siehe auf zum Herrn, dort bei ihm ist Unvergänglichkcit!Nicht hier, in diesem Traum von einigen Jahren, nein, in derEwigkeit ist dein Lebenslauf! Nicht im flüchtigen Rcichthum,nicht im zärtlichen Umgang mit Sterblichen, nicht im vorüber-gehenden Glanz weltlichen Ruhms, irdischen Ansehens, suche eineWollust ohne Wechsel, sondern in der Heiligkeit deines Sinnes,in der Vollendung deiner Seele durch Tugenden. Hast du diehöhere Bahn schon jemals betreten? Hast du auf diesem Pfadeschon das Unbekannte gesucht, nach welchem du schmachtest?Nicht die Welt gewährt es dir, stmdern die Religion.
Siehe auf zum Herrn! — Warum weinest du über dasVerlorne, und strebst nicht nach dem, was nie verlorenwerden kann? Warum trauerst du am Grabe deiner Lieben,