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8 (1837) Das Reich Jesu auf Erden
Entstehung
Seite
195
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Des Christen freudiges Aufschauen zum Herrn.

Joh. 14, IS.

Za, Jesus lebt! Viel tausend HerzenEmpfanden in den bängsten SchmerzenDen hohen Trost, daß Jesus lebt!

Drum will ich fürder mit VertrauenEmpor zu Gott, dem Ew'gcn, schauen,

Wo Jesus, mein Erlöser, lebt.

Und nichts soll mein Vertrauen schwächen,

Nichts, nichts soll meinen Glauben brechen,

Denn Jesus lebtmit ihm auch ich!

Mein Heiland, ja, in jenen Höhen

Wird Dich entzückt mein Auge sehen-

Mit Seligkeit belohnst Du mich!

Ä)ohinseid ihr, schöne Blüthentage meiner Kindheit? wohin,ihr angenehmen Träume meiner Jugend? wohin, ihr meineersten Gespielen, mit denen ich fröhlich und erwartungsvoll indas junge Leben hineinhüpfte? Ach, ich war damals soglückiich, so harmlos: warum konnte ich's denn nicht immerbleiben! Selbst meine kleinen Sorgen, Leiden und Schmerzenwaren so flüchtig damals, so bald vergessen. Ich tändelte in denTräumen meines Lebensmorgens, wie in einem Himmel. Ichwar so reich, denn ich kannte keine Bedürfnisse, und eine weite,glänzende Zukunft lag vor mir ausgebrcitet, die ich mit denBildern meiner Einbildungskraft ausschmückte.

Und was mir als Kind einst Zukunft hieß, das heißt mirjetzt schon Vergangenheit. Ich stehe da, schon weit vorgerücktin meiner Lebensbahn. Ach, vielleicht wer kann es wissen ?ist davon mehr als die Hälfte zurückgelegt. Und was habe ichdenn nun während meines ganzen Lebens errungen? Wie weithabe ich's denn endlich gebracht? Wie gering ist zuletzt das,was ich erhielt, gegen das, was ich erwartete! Warum konntees nicht immer so bleiben, wie es einst mit mir war?

Wohin find meine Gespielen, mit denen ich des Lebens ersteFreude getheilt habe? Sie sind erwachsen, und anders geworden,