Ach, mein Gott, daß ich nie Fremdling sei in Deinemgroßen Hause! — Mein Gott und mein Vater, daß ich ewigDein Kind, Du ewig mein Vater sein möchtest! — Ist meineKindschaft zu Dir nicht zerrissen, bin ich nicht aus Deiner Gnadeverloren, was habe ich zu befürchten? Und was isi's, was michvon Dir, Du Allgegenwärtiger, scheiden könnte? — Nichts, alsdie Sünde; denn nur das Unheilige besteht nicht vor Dir, undin Dir, o Du Allerheiligster.
Ja,DubistGott! BiftmirGottundnahe im Sturme,im Tode, im Grabe, in der Ewigkeit! Durch D i ch ist allerRaum verbunden, und sind Jahrhunderte nur Augenblicke.Mein irdischer Lebenstraum und mein ewiges Dasein dort ist«in Einiges, nichts Getrenntes, ist ein Leben. Das Weg-sterben meines Leibes ist nur Annäherung im Zeitraum derVerklärung, mein Tod nur eine Befreiung des unsterblichenGeistes vom Staube der Erde.
O mein Gott, wie viel Seligkeit fließt aus dem Gedankenan Deine Allgegenwart! Ihrer immer eingedenk laß mich vorDeinen Augen in Unschuld und Gerechtigkeit wandeln, denken,beten! Amen.