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8 (1837) Das Reich Jesu auf Erden
Entstehung
Seite
189
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bekannte Bewohner der glückseligsten aller Welten allem istglücklich: auch der Mensch auf Erden ist's, oder soll cs dochsein, und kann es sein, wenn er nicht dutch Unvollkommenheit,das ist, durch Sünde und Vergessenheit Gottes, sich elendm acht. Nicht der Mensch allein auf Erden ist berufen, be-stückt zu sein: auch jedem Thiere, auch dem kleinsten Wurm,den das menschliche Auge kaum bemerkt, sind Freuden bereitet.Denn Gott ist in sich selbst die allerhöchste Güte.

Allgegenwärtig ist Gott, und überall der Ursprung desLebens, der Seligkeit und Wonne. Die Erde ist voll derGüte des Herrn! (Ps. 33, 5.)

Wo soll ich hingehen vor Deinem Geiste? und wo soll ichhinfliehen vor Deinem Angesicht? Nähme ich Flügel der Morrgenröthe, und blieb? am äußersten Meer: so würde mich dochDeine Hand daselbst führen, und Deine Rechte mich leiten.Spräche ich, Finsterniß möge mich decken: so muß die Nachtauch Licht um mich sein; denn auch Finsterniß, ist nicht finsterbei Dir, und die Nacht leuchtet wie der Tag; Finsterniß istwie das Licht! (Ps. 139, 7). Ich sehe Dich, wenn tausendGestirne des Himmels ihr Licht über die schlafende Welt nieder-gießen , und vernehme Deine Gegenwart im Brausen derSturmwinde, im Donner des Wasserfalls, im Rauschen derRegenströme. Sänke ich hinab in die untersten Tiefen der Erde,ich würde Deiner Weisheit begegnen, wo sie in unbekanntenWerkstätten die Quellen der höchsten Berge bereitet, und dieKlüfte der todten Felsen mit köstlichen Metallen füllt. Wohinmein Fuß tritt, da hast Du gewaltet, und wohin kein Sterb-licher kam, da wohnt Deine Macht.

Ich sehe Dich in den Stürmen des Winters; Deine allstmächtige Hand bewegt den geheimnißvollen Zug der Wolken,und deckt das Land und seine Saaten und Keime mit dem sil-bernen Teppich des Schnees. Ich sehe Dich in der Pracht deslachenden Frühlings, in den Gluthen des Sommers, in demSegen des fruchtbringenden Herbstes. Ich höre Dich im Wieder-hall der Donner, wenn Deine Blitzstrahlen durch die bebendenGewölke des Himmels umherflammen; ich höre Dich, wenn