uferlose All der Welt ausgegossen ; für sich selbst todt, das heißr,unerkennbar, und nur erst in Verbindung, die sie mit Körperneingehen, wirksam und lebendig, so wie der Geist des Menschenuns sein Dasein verkünden mag, sobald er mit einem Leibe ver-bunden ist._
Wir nennen die Wirkungen dieser verborgenen Kräfte Natur-erscheinungen. Wir, wie jedes Thier, jede Pflanze, jederStein, sind von diesem geistigen Etwas durchdrungen, ohne zuwissen, was es an sich sei, und wie es so wirken könne. Es bleibtewig geheim hinter dem Spiel seiner Erscheinungen, wie der Geistdes Menschen sich auch selbst nicht kennt, sondern aus seinenWirkungen auf den Körper erst wahrnimmt, daß er da ist.
Wir wissen von diesen blinden Naturkräften endlich nur soviel, daß ihr Einfluß viel zur Lebenserhaltung der Pflanzen unddes thierischen und menschlichen Pflanzenlebens beiträgt. Siesind es, die unser Blut erwärmen und röthen, den Schmelz derFarben über die Blumen gießen ; in den Klüften unterirdischerFelsen Metalle und Erde zeugen, oder Steinarten in regelmäßigeKristallen-Gestalten verwandeln.
Aber die Verbindung aller dieser Kräfte zusammengenommenist doch nicht vermögend, einen Grashalm zusammenzusetzcn mitseinen Fasern, Saftgefäßen, Schraubengängen und Luftröhren.Der Grashalm entsteht nur durch ein vorhandenes Samenkornseiner Art. Nur in diesem Samenkorn liegt die Möglichkeit deskünftigen Gewächses mit seinen Formen, so wie in der Eicheldie ganze Majestät des künftigen Baums im Keim.
Was ist nun das, was sich in und mit diesem Keim soseltsam und herrlich zu entfalten weiß? — was aus leichtenStoffen, die er aus Erde, Wasser und Luft entlehnt, wunder-same regelmäßige Röhren, Luftgänge, Adern, Früchte, Haare,Blätter, Wurzeln baut, Alles mit der größten Weisheit geord-net ; was in Menschen - und Thierkörpern Knochen, Blut undSehnen und Nerven schafft, der Eingeweide Ordnung, desBlutes gesetzmäßigen Umlauf, aller Theile Ebenmaß undrichtiges Verhältniß zu einander besorgt? Der menschlicheGeist wohnt in seinem Körper, ohne daß er weiß, was m