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8 (1837) Das Reich Jesu auf Erden
Entstehung
Seite
171
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blinde Naturkräfte zu nennen pflegen, und die überall wohnen,nicht nur im Thier und in der Pflanze, sondern selbst im Stein,im Wasser, im Feuer und in allen Urstoffen.

Ist nicht die Wärme eine besondere Kraft, die Alles, wassie ergreift, ausdehnt und ändert? Ist nicht das Licht eine be-sondere Kraft, das, indem es unsere Augen reizt, überall ingeradester Linie mit unbeschreiblicher Schnelle fortläuft? Werhat nicht schon die geheime Kraft des Magnetsteins bewundert,die sich auch dem Eisen mittheilt? Sie wirkt nach ihren eigenen,ewigen Gesetzen. Der Magnet zieht leichtere Eisentheile auSeiner gewissen Ferne an sich, und die von ihm bestricheneEisennadel kehrt die eine ihrer Spitzen, und nur immer dieselbe,nach der Mitternachtsgegend der Welt. Daher wird sie diesichere Führerin des Schiffers auf dem Meere, mitten inStürmen, die ihn von seiner Bahn verschlagen, und die Weg-weiserin des Bergmannes, der im tiefen Schoose der Erdewühlt, ohne den Tag zu sehen.

Ist nicht jenes wunderbare Etwas, welches in den Wolkendes Himmels Blitz wird, aus dem bestrichenen Felle mancherThicre als Funke hcrvorspringt, aus verschiedenen Fischen desMeeres sein Dasein durch einen heftigen Schlag verräth, undvon den Naturforschern aus allerlei Körpern durch starke Reibungals Blitzfunke oder erschütternder Schlag hervorgelockt werdenkann, eine besondere Kraft?

Alle diese und viele andere Naturkräfte sind, wenn ich sosagen darf, geistiger Art, das heißt, sie liegen in den Körpernvorhanden, ohne daß wir sie mit den Sinnen wahrnehmen, bissie durch besondere Umstände erweckt werden. Dann äußern siesich durch eine Veränderung der Körper, und wir bemerken ihreAnwesenheit vermittelst unserer Sinne. Auf die gleiche Weiseist auch in einem Menschen die Geisteskraft verborgen, bis siesich durch Bewegung des Leibes und durch Worte kund thut.

Jene blinden Naturkräfte sind durch Alles, was irdisch ist,verbreitet. Sie wirken neben, für und wider einander. Sieerfüllen die Luft, alle Räume des Himmels. Durch sie empfindenwir erst das Dasein der Gestirne. Sie sind also durch das ganze .