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17.
Der Vorschmack des Himmels.
Zweiter Theil.
Römer s, 8.
Wenn ich Ihn nur habe,
Wen» Er mein nur ist,
Wenn mein Herz bis hin zum GrabeSeine Treue nie vergißt:
Weiß ich nichts von Leide,
Fühle nichts, als Andacht, Lieb' und Freude.
Wenn ich Ihn nur habe,
Laß ich Alles gern,
Folg' an meinem WanderstabeTreu gesinnt nur meinem Herrn.
Hingesenkt im Schauen,
Kann mir vor dem Irdischen nicht grauen.
Wo ich Ihn nur habe,
Ist mein Vaterland,
Und es fällt mir jede GabeWie ein Erbtheil in die Hand.
Längst vermißte Brüder
Find' ich da in seinen Jüngern wieder.
^a, ich weiß, ich glaube und fühle es — fühle es in allenBegebenheiten meiner Tage, in allen Schicksalen meiner Mit-erschaffenen, in allen Werken der prachtvollen Natur, diesemhohen, ewigen Gottestempel: daß der Allliebende uns Kinderdes Staubes zur Seligkeit gerufen hat; daß wir hienieden schonVorgefühl himmlischer Wonnen haben können; daß aber derQuell der Lust wie der Quell der Schmerzen nirgends als inunserer eigenen Brust, in unserer Vollkommen-heit oder in unfern Fehlern wohnt.
Wie selig muß der Mann sein, welcher in allen seinen Ver-hältnissen ein vorwurfsfreies Herz hat; welcher sich durch keiner-lei Sorge allzusehr das Gemüth betrüben läßt; welcher durchkeinen aufwallenden Zorn, durch keine ungestüme Liebe sich Hin-reißen läßt, mehr zu thun, als sein sollte! — In seiner Seelelebt eine hohe Ruhe, von welcher gewöhnliche Menschen kaum