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8 (1837) Das Reich Jesu auf Erden
Entstehung
Seite
146
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diese Angst machte uns klüger. Wir hüteten uns vor der Sünde,wenn sie wieder lockte. War die Strafe erlitten, die Schuldabgebüßt, dann hüpften wir von neuem heiter durch die Welt. !

Ach, warum haben wir die hohe Weisheit unserer JugendVergessen? Warum sind wir im Alter viel thörichtergeworden, als wir gewesen, da wir Kinder waren?Warum suchen wir denn mit unverzeihlicher Selbsttäuschungunser Glück und Heil nicht in uns, sondern erwarten es vonSachen, die außer uns liegen? die doch nur erst das füruns werden, was wir aus ihnen machen wollen? Warum klebtunsere Seele jetzt mit thörichtem Eigensinn lieber an Allem, ,was unangenehm ist, als an das zu denken, was unschuldigergötzt? Warum ist das Herz nicht mehr so genügsam, wiedamals, wo es sich noch aus Wenigem Vieles zu machenverstand? Warum sind unser Stand, unsere Einkünfte, unsere >Kleider, unser Hausgeräthe nicht köstlich, nicht vortrefflichgenug, da wir doch Vieles besser haben-, als da uns die schlech-teste Hütte noch wohlgefiel? Warum quält uns immer eine >anhaltende, heimliche Unruhe, irgend ein Bewußtsein voneigener Schuld? Warum genießen wir keine Lust ganz reinund ohne ein bitteres Nebengefühl?

Alles, weil wir die Weisheit des kindlichen Alters verlernthaben! Nicht die Welt, nicht die Menschen um uns her habensich seitdem verändert, sondern wir uns selbst. Wir sind von unsselbst abgefallen, und haben uns fremden Dingen angehängt,als könnten wir von ihnen nur die verlorne Glückseligkeitwieder empfangen; und wir jagen ihnen mit blindem Eifernach, und werden nicht wieder so selig, wie ehemals. KeinCherub hat uns aus dem Paradiese der Jugend vertrieben,aber unsere Eitelkeit, Ehrbegicr, Habsucht, Ueppigkeir, unserStolz, unsere Ränkesucht, unser Neid und Hassen. Undwenn ihr nicht werdet wie die Kindlein, sprach JesusChristus, so könnet ihr nicht in das Himmelreich eingehen!

Hieltest du also deine Jugendstunden für die schönste Zeit ^deines Lebens, so vergiß nicht, aus welchen Ursachen sie dirdie schönsten waren. An dir selbst liegt es noch, den Himmel der