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8 (1837) Das Reich Jesu auf Erden
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16.

Der Vorschmack des Himmels.

Erster T h c i l,

Matth. 8, 5.

Alles/ was Odem hat/ lobe den Herrn;

Andacht und heilige Wonne durchdringeUnser Aller Seelen ganz.

Schmecket und sehet/ wie freundlich er ist!

Lieb' und Erbarmung/ und Wahrheit und GnadeWaltet ewig über uns.

Alles, was lieben kan«/ liebe den Herrn;

Seraphim und Cherubim/ Engel und Geister,

Lieb' ist eure Seligkeit.

Dürsten doch unsere Seelen, wie ihr,

Selig und heilig und ewig zu liebenDen, der uns Alle erschuf.

Heil uns, wir lieben ihn ewig! Der StaubLiebt den Erbarmer mit Thriinen der Sehnsucht,

Die er selbst einst trocknen wird.

^Hch will mich vom Staube erheben, und aus den Ungewittckndieses Lebens zu dem, was dauernde Seelenruhe, unzerstörbaresGlück gewährt. Was habe ich von diesem Getümmel der Welt,wo mir doch nie ganz wohl wird; wo an jedem Lichte einSchatten, an jeder Liest ein verhältnißmäßiger Verlust undSchmerz hängt? 2'ann ich mir da wohl selbst leben, mir ganzselbst angehören? Nein, da bin ich ein Raub der Drangsalealler Art, der Mühen, der Sorgen, der vergeblichen Wünsche,der vereitelten Hoffnungen, der trostlosen Begebenheiten, deroft sehr langweiligen Zerstreuungen. Ich bin nie mehr inGesellschaft, als wenn ich in betrachtungsvoller Stille mit mirallein bin, und meinen Geist zu dem Urheber aller Schicksaleerhebe. Ich bedaure den, welcher noch niemals einen solchenGenuß gehabt hat. Und doch werden ihrer Wenige sein, die ihnnicht kennen. Denn auch der zerstreuteste Weitling erlebt end-lich und gewiß er am öftersten! den Augenblick, da ihmseine Vergnügungen sehr fade Vorkommen; da er seinen Umgang