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eure Denkmäler geblieben, ihr Großen der Erde? — wo eureTrophäen, ihr Sieger? Wer nennt noch euern Name», ihrBerühmtgewesenen, und wo sind die Werke geblieben, welche >eurer Thaten Gedächtniß auf eine Nachwelt bringen sollten, dienicht mehr vorhanden ist?
Was sich aus dem Staube entbunden hatte, wird Staub.Das Vergängliche muß vergehen! Nur die Gottheit bleibtewig in den Verwandlungen aller Dinge; nur das Göttlichein der Natur besteht, wo alles Andere in sich zerfällt und ver-weset.
Das Göttliche aber ist die verborgene Lebenskraft der Dinge,Seele, Geist geheißen ; und göttlich ist die Tugend, in dersich die Seele veredelt. Tugend und Ewigkeit sind Eins, wieStaub und Vergänglichkeit Eins sind.
Ach, das haben seit Jahrtausenden die Sterblichen wohlerkannt; seit Jahrtausenden sprachen sie die große Wahrheitaus : Das Göttliche allein bleibt ewig! Aber sie blieben nichtAlle im Göttlichen. — Jesus erschien, er lehrte die Bewohnerder Erdenwelt, daß, wer in Gott wohne, in dem wohne auchder ewige Gott. Und Millionen beteten ihn an, und schmücklensich mit seinem heiligen Namen; aber ihr Gebet war Lippenwcrk,ihr Name bedeutungslos, ihr Gottesdienst ein äußerliches Tage-werk. Sie bekannten sich zu Jesu, aber sie erkannten ihn nicht;sie priesen die Tugend, aber sie übten sie nicht; sie flehten umdas Glück der Ewigkeit, aber opferten demselben nichts von ihrenthicrischen Neigungen. Reichthum, Einsicht, Würde, Macht,Ruhm und Schönheit waren die vergänglichen Götter, vordenen sie knieten. Des Ewigen aber, des Göttlichen, der Tugendgedachten sie oft erst unter dem Schauer der Todesstunde,wenn das höchste Gut, dem sie hienieden von der Wiege bis zumSarge nachgeeilt waren, wie alles Irdische verschwand. Thro-nen, Reue, Entschließungen im Augenblicke des Scheidens ersitzennicht, was verloren gegangen. Denn Thränen sind nur Thränen,aber keine Tugend; und der letzte Augenblick voll frommer Ent-schlüsse ist eine Frucht der schreckttch.'n Enttäuschung, aber istnoch kein Leben voll göttlicher Handlungen!
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