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8 (1837) Das Reich Jesu auf Erden
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schwere Erfahrungen: tritt mit mir im Geist an das Schmerzen-lager des schmachtenden Mitbruders, und erneuere deine damali-gen Gedanken und Entschlüsse.

Und hättest du deine Gesundheit noch nie verloren; es kannder Tag kommen, da du sie unverhofft einbüßest. Bereite dichals ein Weiser auch auf diese Prüfungszcit. Lerne den Krankenehren und mit wohlthätigcr Liebe sein pflegen, Damit auch dueinst, wie er, geehrt und gepflegt werden mögest.

Krankheiten sind mit dem Leben nicht nothwendig ver-bunden. Ursprünglich ist der Mensch vollkommen erschaffen anallen seinen Theilen. Tausende leben ihre Tage zu Ende, ohneeine Zerrüttung der körperlichen Ordnung empfunden zu Haben7Es gibt für sie selbst keine Krankheit, von der ste getödtet werden.Sie sterben, weil der letzte Tropfen Lebensöl in ihrer Lampeausgebrannt ist; ste schlummern in sanfter Müdigkeit ein, wieder Schnitter im Herbst nach seinem Tagewerk.

Haben wir den Keim einer Krankheit nicht schon von unfernAeltern ererbt: so ist es gewöhnlich nur unsere eigene Unvorsich-tigkeit, unser Leichtsinn, welche des Himmels schönste Gabe, dieGesundheit unsers Leibes, zerstören, und das Werkzeug derSeele verderben, wodurch sie nützlich wirken sollte.

In jedem Fall beobachte die Natur deines Körpers, undrichte dem gemäß dein Leben ein. Ordne ihr entsprechend deineNahrung, dein Getränke, deine Vergnügungen, und die Art,wie du deine Berufsgeschäfte treibst. Vergiß nie, daß eineeinzige Stunde der Unmäßigkeit die Mutter schmerzenreicherJahre wird; vergiß nie, daß ein Augenblick des verderblichenLeichtsinnes mitten in der Freude dir Gift in den Becher derWonne schüttet.

Der Leib ist nicht des Menschen Eigenthum, er ist nur einDarlehn aus der Hand Gottes, welches wir wieder zurückgebensollen; ein Werkzeug des Geistes, ohne welches der Geist nichtdie ihm gebotene Pflicht auf Erden vollstrecken kann. Ist derMensch strafwürdig um der Sünde willen, so ist er am straf-würdigsten, wenn er an seinem eigenen Leibe sündigt; denn erraubt sich selbst das Glück des Lebens und das Vermögen, so