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8 (1837) Das Reich Jesu auf Erden
Entstehung
Seite
125
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viel Gutes zu thun, als er thun könnte, für lange Zeit, viel-leicht für immer.

Nicht genug, daß wir durch leichtsinnige Verwahrlosungunserer Gesundheit uns kraftlos zur Erfüllung unserer Pflichtengegen Gott, Vaterland, Mitbürger, Fremdlinge und Freundemachen, können wir, sogar wenn wir auch dem Scheine nachvollkommen geheilt find, damit die Ankunft unserer Todesstundebeschleunigen. Der Unmäßige, sowohl der sich durch leichtsin-nigen Stolz unnütz in Gefahren begibt, als auch der, welchersich eben so unnütz verzärtelt, ist wider seinen Willen und Vor-satz ein Selbstmörder.

Noch mehr, der Keim der Kränklichkeit erbt vielmals vonden Aeltern zu den Kindern über: ihre Schwächen werdenwieder die Schwächen und Leiden der nachkommenden Ge-schlechter. Daher bewahret mit Ernst die Gesundheit euresLeibes, daß eure seufzenden Kinder euch einst nicht mit ihrensiechen Körpern anklagen mögen; daß die Thorheit einer eurerLebensminuten nicht der Jammer eurer Enkel werde! Da istes, was die Schrift sagt: Die Sünden der Aeltern werden ge-straft bis ins dritte und vierte Glied.

Tritt im Geiste oft an das Lager der Kranken. Es ist fürdich eine Schule der Weisheit. Wenn dich des Ungesundenhohles Auge und Todtenblässe zittern macht, wird der Vorsatzfester in dir stehen, Alles zu vermeiden, was deine eigeneGesundheit zerstören kann.

Doch sorge nicht bloß für dich: sorge auch für die Gesund-heit deiner Freunde. Verführe auch keinen Andern zu über-mäßigen Vergnügungen, zu Ausschweifungen, wodurch Krank-heiten entstehen. Welch ein Triumph ist es zuletzt für dich,wenn du ihm die schöne Blüthe der Gesundheit raubest? wenndu der Mörder seines Lebens wirst?

Ach, und doch wird hierin selbst von guten Menschen, ohneArg, ohne Vorsatz, eben im Taumel des Vergnügens am häu-figsten gefehlt! Ihr Beispiel, ihre Ermunterung reißt denSchwächer« zur unmäßigen Anstrengung hin. Sie wollen oftdem Freunde gerade darin die höchsten Beweise ihrer Liebe