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8 (1837) Das Reich Jesu auf Erden
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14.

D e r K r a n k e.

Matth. 25 ,. rs.

Stille will ich Alles tragen,

, Was mir Gott zu tragen gibt;

Niemals murren, niemals klagen;

Leidend auch bin ich geliebt.

Krank auch bin ich doch nicht minderEins der lieben GotteSkinder

Gott ist stets sich selber gleich,

Weise, machtvoll, gnadenreich.

1!nter des Lebens mannigfaltigen Mißgeschicken ist eins derhärtesten die Zerstörung der Gesundheit. Alles irdische Glück istnicht zu vergleichen mit dem Leiden des Kranken. Gib ihmAlles, und nimm ihm nicht sein Leiden; er wird die halbeWelt verloren haben. Lagere ihn auf weichen Seidcnbetten: erwird unter Schmerzen seufzen, während der ärmste Bettler imSegen der Gesundheit auf harter Erde schlummert. Fülle seinenTisch mit den köstlichsten Speisen und Getränken: er wird siezurückstoßen, und den Dürftigen beneiden, welcher das schwarzeBrod mit Wollust genießt. Umringe ihn mit der Pracht derKönige; sein Stuhl sei ein Thron , seine Krücke ein' weit-herrschender Zepter: er wird nrit gleichgültigen Augen ver-,ächtlich über Marmor, Gold und Purpur wegschauen, und sichglücklich träumen, könnte er unter des Landmanns Strohdachder Gesundheit des Geringsten seiner Diener genießen.

Daher ist für Jeden der Anblick des Kranken ein Anblickdes Schmerzes. Niemand sieht ohne Mitleiden, ohne Rührungdie bleiche Wange, den trüben Blick, die zusammengesunkcneGestalt des Leidenden. Selbst der wilde Krieger verliert vorihm den Rausch seiner Wuth, und schont des Unglücklichen.

Der Kranke ist dem Christen ein ehrwürdiger Gegen-stand. Er soll es sein. Auch der Leichtsinn wird am Siech-bette ernst.

Vielleicht warst du selbst ehemals jener Mitlcidenswürdigeneiner: so gedenke dieser Tage deiner Pein. Du sammeltest große,