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8 (1837) Das Reich Jesu auf Erden
Entstehung
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Thatcn angesehen werden kann. Wenn Hagel die Saate-n nieder»schlagen, Kriege unsere Wohnungen veröden, Pestilenz die Länderverwüstet, Wasserflächen oder Erdbeben blühende Städte undihre Bewohner verschlingen was kann der schwache Sterblichegegen die Gewalt der Natur, gegen die Macht des Allmächtigen?Und doch sind dies Uebel schrecklicher Art und -»'ch ist Gottdie reinste Liebe.

Ja, er ist es! Auch in den zerstörendsten, furcht»barsten Erscheinungen der Natur ist Gott diereinste Liebe.

Denn was wird am Ende durch alle jene Umwälzungen zer-stört? Der Staub der Leichnam des Menschen; nicht erselbst, nicht der ewige Geist. Wer will das Ende alles irdischenUebels aber ein Uebel nennen? Und ist der Tod nicht dert Schluß des Irdischen, die Eröffnung des erhabener« Daseins?

^ Wenn nun Tausende und Tausende, Väter mit ihren Kindern,

' l , Gattinnen mit ihren Gatten, im gleichen Augenblicke durch einegewaltsame Naturbegebrnheit nach den Entwürfen der Vor-<' sehung sterben: ist in der Sache selbst darum eine große Ver-

schiedenheit von einer Todcsart durch Krankheit und dergleichen?Winden alle diese Untergegangenen nicht nach wenigen Jahrenebenfalls zum ewigen Vater hinübergegangen sein? Ist der Todkein Uebel, so ist auch das verschlingende Erdbeben, die all-verheerende Wasserflut!), die Pestilenz und jede andere dasMenschenleben vernichtende Naturbegebenheit kein Uebel fürdiejenigen, welche dadurch dem Irdischen entrückt wurden.Nur für die Hinterbliebenen ist der große Anblick der Zer-störung grauenvoll. Und warum? Sie empfinden darin dieKleinheit der Sterblichen, und zittern vor der Macht des Aller-höchsten. Berechtigte uns dies, an der Liebe Gottes zu ver-zweifeln: o so wäre jeder einzelne Todesfall ein Rechtsgrunddazu. Wer aber möchte thöricht genug sein, die göttliche Liebezu verkennen, weil Menschen sich dem Ziel ihrer Bestimmung, nahen?

Der unverschuldete Schmerz der Leidenden istoft peinlicher als das Ende ihrer Qual, derTod.

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