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8 (1837) Das Reich Jesu auf Erden
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Kriege, welche alle Freuden der Nationen vernichten ; Kriege,welche durch Gottes Zulassung geschahen : und nun erschrockensie vor dem Gedanken, daß diese Uebel von dem allliebendenGott stammen sollten. Sie sahen Wasserflächen und übertretendeMeere ganze Länder verschlingen ; sahen die Grundvesten derErde durch Erdbeben erschüttert, und Städte und Dorfen in dieunterirdischen Feuer stürzen, und das Leben von Millionen ineinem Augenblick verschwinden; sie sahen Berge zertrümmernund volkreiche Gegenden unter dem Schutte auf ewig begraben;sie sahen durch einen einzigen unglücklichen Sturm die Schiffedes Meeres in den Abgrund sinken; sahen an Seuchen undPestilenz- oder Hungersnoth ganze Reiche zu Einöden werden,dV^lichc'v^ Gottchest 'sein?^ ^ Umschliche alles ein Werk

Nein! rief es in ihrer Brust. Aber doch lagen die schreck-lichen Begebenheiten vor ihrem Gedächtnisse. Da suchten sie mitihrem unmündigen Verstände den scheinbaren Widerspruch inder Welt zu lösen, und sie glaubten nicht nur an den liebendenAllvater, sondern auch an ein böses Wesen neben ihm, welchesbeständig im Kampfe gegen dessen Güte sei. So schuf ihre kind-liche Einbildungskraft zwei Gottheiten fast von gleicherStärke, und setzte beide, als sich bekriegend, auf den Throndes Weltalls. Man liebte die gute Gottheit, und brachteihr Opfer der Dankbarkeit; und fürchtete eine böse Gottheitoder einen Teufel, und suchte den Zorn derselben durch Gebeteund Opfer zu mildern.

Also erklärten auch die unwissenden Heiden den Ursprungdes in der Welt vorhandenen Ucbels, welches ihr schwacherVerstand, ihre armselige Vorstellung von der Größe Gottesnicht mit dessen Liebe vereinbaren konnten. So kam die Vor,stellung von einem außer Gott vorhandenen mächtigen bösenWesen durch die Heiden auch unter die Juden, als diesewährend der babylonischen Gefangenschaft unter den Heidenleben mußten; und so die Vorstellung von einem Teufel, alsUrheber alles Bösen in der Welt, durch die Juden auch unterdie Christen, weil Jesus und seine Apostel, wenn sie zu den

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