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Gott ist die Liebe.
1 . Job. 4, ».
Würde» alle Zungen schweigen ,
Liebe — wärst du doch ;u sehn.
Sonn«/ Mond und Sterne zeugen:
Gott ist Liebe! — Tiefen/ Höh'n!Würden Erd' und Himmel schweigen.
Meine Seele würd' es zeugen.
Trieb zur Ruh' und zum Geschäfte,
Freud' am Dasein kommt von Dir!
Ja, wer bin ich? welche Kräfte?
Gab ein Feind die Krästs.mi,r ?M^ELiebe oder Rache?
O ich fühle Dich und falle,
Vater! Liebe! vor Dich bin.
Freut des Seins euch, Wesen alle.
Ich bin Freude, daß ich bi».
Liebe schuf mich, Liebe giebetGutes mir, weil sie nur liebet:
« ^)ie Liebe ist Gott!" Wie oft wird von allen Kanzeln, beiallem Unterricht, in allen Gedanken und Gebeten der Christendieser große, dieser allein das bange Menschenherz beruhigendeGedanke wiederholt, und doch wie Wenige verstehen ihn ganz!Und, was noch betrübter ist : wie Wenige haben Ueber-zeugung und Glauben an das beseligende Wort!
Die Natur spricht es im Himmel und auf Erden aus;alle ihre Gesetze zeugen dafür — unsere Vernunft gebeut denheiligen Glauben — die Offenbarungen Jesu Christi predigen
Lhn-aber wie dunkel und zweifelhaft ist dieser Glaube in
den meisten Menschengemüthern!
Das gesammte Alterthum der Welt hat gesprochen, Gottsei die weiseste und reinste Liebe — die weisesten und rohestenVölker der Erde sprechen es noch heute. Allein mit ihremGlauben scheinen viele schreckliche Begebenheiten der Welt imWiderspruä- zu stehen. Sie sahen die furchtbar verheerenden