Du willst nur Liebe von uns, o Gott der Liebe, und keineknechtische Furcht. Du willst uns nicht mit den Seelen dererschrecken, die Du uns in diesem Leben zu lieben geboten. — Duhast, o Ewiger, von Ewigkeit her unser Loos geordnet, undunser Weg ist bestimmt und bereitet, wenn wir im Tode vonunserer irdischen Hülle uns trennen. Wohin Du winkst, dahinwerden unsere Seelen eilen, ach, Barmherziger, und Du winkstsie nicht zum Verderben!
Du selbst verhüllest das Angesicht der Ewigkeit mit umdurchdringlichem Schleier für uns. — Ich will nicht mitverwegenem und fruchtlosem Vorwitz diesen Schleier zu hebensuchen. — Es ist mir Wohlthat, daß ich nicht weiß, was ichnicht wissen soll. — Der Tod wird lächelnd einst den Vorhangnur heben — ich werde die Wunder der Ewigkeit sehen —werde Allem, was mir hienieden lieb und heilig gewesen, auchdort gehören — ich werde Dich schauen, Gottschauen!