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des guten, herzlichen Vaters oder der sanftliebenden Mutter,welche ihm, ach immer allzufrüh, genommen wurden; schmerzlichdie verzweifelnde Braut über der erstarrten Hülle des Lieblings,dessen Tod für sie der Tod aller heitern Zukunft war; schmerzlichder Vater oder die Mutter, wenn sie in der Ferne den kleinenHügel erblicken, der die Ueberreste eines theuern Kindes bedeckt,das so oft durch seine Unschuld und Anmuth Entzücken in ihreSeele goß, und ihre Aussichten in die Zukunft mit seelerheben-den Bildern füllte.
Warum weine ich? Und ihr, die ihr verlöret, warumweinet ihr? — Um die Tobten, und daß sie scheiden mußtenvon Allein, was ihnen lieb war? — scheiden von einer Welt,die ihnen so manche Lust gegeben, und noch so manche ver-sprach? Wie vergeblich ist doch euer Mitleiden mit ihnen!Warum beklagen wir denn nicht jeden Abend unsere Geliebtenund uns selbst vor dem Schlafengehen? Ist denn Schlafengehenund Sterben etwas Verschiedenes? Freilich, der Entschlum-mernde hat die zuversichtliche Hoffnung, mit der aufgehenden ,Sonne wieder erquickter in das Leben hervorzutreten, wo derSterbende hingegen diese nahe Hoffnung nicht hat. Allein erhat eine noch nähere Hoffnung. Er findet die längst verlornenGeliebten wieder, statt euer; er findet seinen Gott, der ihmmehr wird, als shr arme Waisen ihm wäret und geben konntet;er findet ein seliges Dasein ohne Ende; ja, er findet euch selbsteben so bald wieder. Denn was ist zuletzt die längste Dauereures Erdenlebens? Fraget den stebenzigjährigen Greis, erwird euch antworten: ich habe von meinem Leben so viel be-halten, als wäre es ein Sommernachttraum von siebenzig Mi-nuten. Nun, und warum weinen wir? Trennt uns nicht auchder Schlaf? Und trennt uns der Tod um viel länger?
Nein, wir sollten unfern sterbenden Freunden beim Scheidenim Tode mit eben der Ruhe die gute Nacht sagen, wie beimSchlafengehen am Abend, wo wir schon über die Nacht hinweg-blicken, und uns des bevorstehenden Morgens voraus freuen;oder wir sollten ihnen das freundliche Lebewohl zuflüstern, wiewenn sie die sichere Reise in ein angenehmes Land, in daS