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8 (1837) Das Reich Jesu auf Erden
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Die Furcht vor dem Tode.

Zweiter T h e i l

2 . Kor. 5/ t.

Weiche/ TodcSschrecken, weiche,

Freu' des Todes dich, mein Herz 5

Liegt sic da, die kalte Leiche,

Weggcweint ist jeder Schmerz;

Und der Thräncn Quell versiegt,

Wenn mein Staub im Staube liegt.

Tod, du heilest jede Wunde,

Jeder Wunde Narbe du!

Flieht der Athem mir vom Munde.

Flieg' ich Engelsarmen zu.

Deckt die Nacht mein Staubgebein!

Licht und Freiheit werd' ich sein.

Nimm für alle Erdenfreuden,

Vater, Herzensdank von mir;

Dank für alle meine Leiden,

Vater, sagt die Seele Dir.

Doch entführst Du beiden mich,

Herzlicher noch preis ich Dich.

Ern kalter Schauer überfließt mich bei dem Gedanken meinesTodes, und jede Fiber in mir sträubt sich gegen das Gefühlder Auflösung und Trennung. Und doch, wie sich auch Allesin mir dagegen empören mag, doch muß auch ich sterben. Sietragen den Leichnam de- früh verblühten Kindes neben der-Leiche des seiner Tage müden Greises an mir vorüber, dieAsche der hingewelkten Jungfrau zur Asche des starken Mannes,den eine Krankheit oder ein unglückvolles Ereigniß plötzlich ausden Bahnen seiner Thatigkeit hinwegriß. Auch meinen Leichnamwerden sie hinzu legen. Warum lebe ich? Warum soll mir dasSterben nicht so vertraut sein, als das Leben, da beides mirohne mein Zuthun wird?

Schmerzlich schluchzt der treue Gatte über dem Sarge seinerGeliebten, die er sein anderes Ich, die bessere Hälfte seinesHerzens nannte; schmerzlich das fromme Kind im Angedenken