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8 (1837) Das Reich Jesu auf Erden
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Die Furcht vor dem Tode.

Erster T h e i l.

2 . Kor. 5 / 1 - 6 .

Vollbracht! rief einst nach heißen SlunrcnAm Kreuze Jesus Christus laut;

Umkrönt mit Dornen, voll von Wunde»/

Rief er zu dem / dem er vertraut.

Und nicht umsonst die Stunde kam/

Die alle Schmerzen von ihm nahm.

Vollbracht! wie lang' es auch noch währe,

Ruf' einst auch ich / und bald/ und dannBin ich entflohen jeder Zähre /

Bin dort/ wo nichts mehr kränken kann.

Ein Herz/ von Lieb' und Glauben voll.

Weiß / was es hoffen darf und soll.

26enn die Sterblichen schon in der Wiege ihre Schicksale undLeiden voraussehen könnten, viele würden noch mehr vor demLeben zittern, als vor dem Ende desselben, welches wir Todnennen.

Man hat oft das Leben unter dem Bilde einer Reise vor-gestellt. So ist es. Es ist eine Reise, ohne unfern Willen be-gonnen, ohne unfern Willen vollendet. Mit gewaltiger Eile,unaufhaltsam setzen wir sie fort; wir fangen sie in einer dunkelnMorgendämmerung an, treten aus einer unbekannten Nachthervor, und eilen einer andern Nacht entgegen. Alles istGottes Werk.

Die Augenblicke flüchten, die Stunden rennen an uns vor-über. Gern möchten wir unter den ersten Blumen verweilen,die uns im Morgenrvth der Jugend anlächeln. Umsonst! Eineverborgene Macht reißt uns davon, die Blumen fallen welkendauS unserer Hand, die heiße Mittagssonne des Lebens brenntschon über unserm Haupte. Wir sehen freundliche Schatten,wo Erquickung zur Ruhe einladet. Gern möchten wir ruhen.Es ist unmöglich; wir müssen davon, wir halten umsonst dieFreude fest, die wir am Wege finden. Sie verschwindet.