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8 (1837) Das Reich Jesu auf Erden
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die Zuschauer am schauderhaftesten zu sein pflegen durch diedabei erscheinenden Verzuckungen, sind für den Kranken selbstgewöhnlich von geringer Schmerzhaftigkeit. Auch würden vieleerkrankte Personen gewiß muthig die schwersten Krankheitenerdulden, wenn sie mit Sicherheit auf ihre Genesung hoffenkönnten. Ein Beweis, daß ihr ungesunder, oft tödtlicher Zu-stand ihnen nicht allzupeinlich ist. Ein solcher Zustand wirdaber weniger durch sich selbst, als durch die Gemüthsart derleidenden Person erst lästig und unerträglich. Gott legt Nie-mandem mehr auf, als er- zu tragen vermag; aber der Menschvermehrt seine Bürde oft selbst nur zu sehr durch Ungeduld,Mißmuth, Furchtsamkeit und Verzärtelung. Nicht das körper-liche Uebel, sondern das Seclenübel ist immer am schwersten.

Der Mensch mit dem Heldenmut!) christlicher Weisheit duldetauch die Krankheit gelassen. Er findet sie leicht. Er weiß,was der Herr verheißt: Ich will die müden Seelenerquicken. (Jeremias 31, 25.)

Der Tod, welchen man auf dem Sterbebette voraussieht,hat vor einem plötzlichen Hinsterben wichtige Vorzüge. Ist diesesoft eine Wohlthat unfers Gottes und der Vater im Himmelweiß ja immer am besten was Jedem das Beste ist ist.jene Art des langsamen Hinsterbens vielleicht wieder eine nochgrößere Gnade.

Denn so sorgfältig und ordnungsliebend einer auch immer-hin in seinen Lebensgeschäften sei, wird er doch, ehe er sich aufimmer von den Seinigen trennt, noch vielerlei zu berichtigenhaben, um nicht Verwirrung, Mißverständnis! und Unannehm-lichkeiten zu hinterlassen, wodurch theils das rechtliche Eigen-thum, theils der gute Name gefährdet werden kann. Wer istin seinem Hauswesen alle Tage so geordnet, daß er zu jederStunde ohne großen Nachtheil der Seinigen eine lange Reiseantreten könnte? Eine Krankheit, welche uns, vielleicht ohneHoffnung der Genesung, niederstreckt, mahnt uns, vor allenDingen unsere häuslichen Angelegenheiten in Ordnung zu setzen.Dazu wollte uns Gott zum Besten der Unserigen Frist verleihen.Wer kann mit Ruhe in den Tod gehen, wenn er nicht vorher