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8 (1837) Das Reich Jesu auf Erden
Entstehung
Seite
69
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für seine Angehörigen gesorgt, Jedem mit Gewissenhaftigkeitdas Seinige gegeben, und darauf Bedacht genommen hat, daßnach seinem Tode Niemand in Verlegenheit oder Streit gerathe?Es ist wenig daran gelegen, ob wir den Unserigen ein großesVermögen hinterlassen denn nicht Jeder hat zu dessen ErwerbGelegenheit gehabt, aber Alles ist daran gelegen, daß Ehr-lichkeit noch den Namen des Verstorbenen ziere. Wir müssenthun, so viel wir vermögen ; Gott sorgt nach dem Tode fürdas Andere, das wir nicht vermocht haben. Er ist der Vaterder Unserigen. Schon dies ist ein Beweis, daß er es sein will,weil er uns bis zum Tode eine Zeit vergönnet hat, fremdes Gutzurückzugeben; über das, was uns gehört, ein Vcrmächtniß anrzuordnen, worin wir, wenn wir es vermögen, nicht nur unserenächsten Verwandten, sondern auch unser Hausgesinde bedenkensollen, welches uns mit Treue und Redlichkeit gedient hat; nichtnur unser Hausgesinde, sondern auch öffentliche Anstalten, diezum gemeinen Nutzen dienen. Noch auf dem Sterbebette sollunsere Vaterlandsliebe ein schönes Zeugniß von sich dem Vater-lande geben. ^

Auch darum ist. ein nicht allzuplötzlicher Tod als eine derschönsten Wohlthaten Gottes zu betrachten, weil wir damitZeit gewinnen, unsere Freunde vorzubereiten auf unser Ab-scheiden. Sie werden weniger erschüttert, weniger zermalmtsein, als wenn wir plötzlich von ihnen weggerissen würden.Ihr Schmerz mag noch immer groß sein; aber man trägt dasVorausgefthene stärker, die Stimme des Trostes findet leichterGehör. Wie schön bereitete Jesus seine Geliebten vor, alser dem Tode, dem unausweichlichen, entgegen ging! Welch einherzerhebendes Beispiel hat er uns hinterlassen!

Zudem hat jeder Mensch in seinem Leben noch mancherleikleine Entwürfe zu irgend etwas Gutem, das er nur wegenanderer Umstände verschob. Gott verhütet, daß ihn ein jäherTod zu schnell davon hinweg raffe. Er empfängt Frist, nochmancherlei Gutes zu bewerkstelligen, und das Ende seinesirdischen Daseins mit einigen schönen Handlungen zu krönen.Wie kann man seine Seele freudiger ansathmen, als mit dem