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Das höchste Gelübde — Weltentsagung.
Gal. 5 , 24 .
Wie freu' ich mich in stillen Stunden!
Ich habe Ruh' in Dir , o Gott, gefunden.
Die himmlisch entzückt.
O Lust, zu Dir stch zu erheben,
Mit jedem Athen» und BestrebenDich zu empfinden, Dir zu leben,
Der göttlich erquickt.
So sei denn hoch von »nir gepriesen,
Mein Gott, mein Heil, daß Du mich unterwiesen,
Stets selig zu sein.
Dir will ich mich nur einverleiben,
Mich Dir zum Eigenthum verschreiben,
Und ewig treu an Dir verbleiben,
Stets Deiner mich freu'n.
Laß nur nicht zu, daß ich zur ErdeVon Dir hinweg gelocket werde,
Mein Herr und Gott!
Hilf stets »nir den Betrug der SündenDurch den Gedanken überwinden:
Nichts bleibt im Tod.
Aa, es gibt ein Gelübde, ein hohes, ein heiliges, welches dieEhrfurcht aller Edeln verdient, und das nie zu den verwerf-lichen Gaben gehörte, die man dem Herrn zu bringen wagte.Dieses Gelübde ward in den ersten Tagen des Christenthums vonden heldenmüthigsten Bekennern desselben abgelegt. Dieses Ge-lübde zu thun ist nicht eine thörichte Versuchung Gottes, odereine Bestechung seines Willens, sondern die höchste Frucht gött-licher Weisheit, in welcher der Sterbliche sich selbst verklärt.In diesem Gelübde liegt, neben dem edelsten Kampf, welchender Mensch bestehen mag, die gewisseste Seligkeit, als Sieger-lohn. — Es ist das Gelübde der Weltentsagung!
Schon oft ist dieses genannt, schon vielfach mißverstandenworden. Christus Jesus forderte diejenigen dazu auf, welchesich zu ihm bekennen und Bürger des Himmelreichs werdenwollten; er forderte dazu die Boten Jesu auf, als sie ausgingen,den Völkern das Evangelium zu verkünden. Aber nur Wenige