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8 (1837) Das Reich Jesu auf Erden
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die eiserne Hand des Schicksals vom Vergänglichen ab, hm-deutend auf das Unvergängliche. Mag die Sinnlichkeit bluten;sie muß verbluten, wenn der Geist triumphiren soll.

Erst wer von Menschen betrogen, von Verwandten verstoßen,von Freunden hintergangen ward; erst der, dem Eide undSchwüre gebrochen, Versprechungen geläugnet wurden, weißes, was auf Menschenwort zu bauen ist, und wie man sich aufFreundschaften verlassen kann. Sein Schicksal warnte ihn.Selbst Liebe und Freundschaft beglücken auf Erden nicht dauer-haft. Ein tugendvolles, göttlich gesinntes Gemüth allein gewährtunabhängig von äußern Umständen, dauerhafte Ruhe und Selig-keit. Man soll nicht tugendhaft sein, um Menschengunst zugewinnen; man soll redlich, großmüthig, uneigennützig, wahr-haft, treu, dienstfertig und gemeinnützig sein, weil man reinerGeist sein soll, würdig seines Daseins und der göttlichen Liebe.

Wenn du dich für deinen Fürsten, für dein Volk, für deineGemeinde, für deine Familie, für deinen Freund aufgeopfert hast,und sie deine Verdienste vergessen, und sie dir mit schändlichemUndank vergelten : warum kränkt es dich und raubt es dir dieRuhe und allen Glauben an Tugend? Freund, du selbst warstnicht tugendhaft, deine Aufopferung war nicht edelmüthig. Duhofftest auf Dank dafür, und daß man dir mehr leisten könnte,als du vielleicht selbst geleistet hast. Du handeltest aus Ehrgeiz.Du hattest den Gott nicht in deiner Brust; er lag für dich ineiteln Dingen. Das Schicksal lehrte dich weiser sein, und dasGute thun, ohne Rücksicht auf menschliche Anerkennung desselben.Dein Selbstbewußtsein und die Liebe deines Vaters im Himmelmüssen dir genügen; nichts Anderes kann es. Wehe dir, wenndein Leichtsinn die Warnung vergißt: du wirst noch schwerergeprüft werden!

Erst wer über den Leichnam eines geliebten Vaters, einer zärt-lichen Mutter geweint hat; erst wer jammernd über dem Sargeeines Gatten, eines treuen Freundes, einer treuen Freundinlag ; erst wer am Sterbebette eines Bruders, einer Schwesterjammerte; erst wer ein heißgeliebtes Kind zu Grabe tragen sah -der weiß es, und mit blutendem Herzen hat er gelernt: auch die