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8 (1837) Das Reich Jesu auf Erden
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der Schmeichler nur Wahrheit, und wer nicht zu ihnen gehörenwill, erscheint ihm als Neider und Gegner, der seinem Werthkeine Gerechtigkeit widerfahren läßt. Er wird herrischer, ge-bieterischer, übermüthiger, gewaltthätiger. Es drückt ihn.Seinesgleichen haben zu müssen. Sein Hochmuth stößt zurück;seine Aufgeblasenheit macht ihn zum Gegenstände heimlichenSpottes und Gelächters. Seine Freunde erkalten. Er wirdvon verstellten Feinden umringt. Unruhe ist sein Loos. SeineFehltritte werden gezählt. Leidenschaftlichkeit, die ihn quält,mehrt die Zahl derselben. Das Maß wird voll. Verachtet undgehaßt stürzt er von der Höhe in wohlverdiente Schmach. Erwar nicht mehr stark genug, sein Glück zu tragen. Im Unglückhatte er sein rechtes Glück gefunden.

Wie viel Helden, wie viel Könige waren preiswürdig, solange sie im Kampf mit dem widrigen Geschick standen! Wiewar ihre Seelengröße, ihre Todesverachtung rührend in derGefahr, ihre Freudigkeit bewundernswürdig im Augenblickgrößter Noch, die das Schicksal selbst zu besiegen und das Glückzu zwingen schien, ihnen zu gehorchen. Ihre Großmuch gegenden Feind, ihre Menschlichkeit gegen den Ueberwundenen gewannihnen das Herz ganzer Nationen. Und das Glück krönte ihreAnstrengungen, und führte sie von Sieg zu Sieg, von Triumphzu Triumph. Da verschwand die alte Mäßigung. Das gewafttige Schwert ward ihr eiserner Zepter, die bescheidene Selbst-vertheidigung ward Eroberungssucht, die Standhaftigkeit gegenFeinde ward Rache. Sie, die so Vieles bezwungen, glaubtensich unüberwindlich; die Welt preisgegeben. Sie wurden Welt-verheeret, und wollten Göttern gleich stehen, da sie, spielendmit Glück und Leben von Millionen Menschen, sich schämten,Menschen zu sein. Aber der Fluch der Welt stieg zürnend gegensie auf, und vernichtete sie. Der ewige Ruhm, nach dem siegeizten, verkehrte sich in ihre ewige Schmach. Im Unglück warensie groß gewesen, Helden und Weise; das Unglück war ihrGlück. Aber ihrem Glück waren diese Elenden und Schwächlingenicht gewachsen; da wurden sie zu Verbrechern und Thoren, daUnglückliche!