das copernicanische Sonnensystem gekannt haben sollen, wa-ren in der Astronomie sehr weit. Schubert sagt von ihnen:Was der Astronomie der Indier zur größten Ehre gereicht,sind ihre Methoden, die Finsternisse zu berechnen. Sie kal-kulircn mit großer Geschwindigkeit, und dabei mitvieler Genauigkeit. Die Brahminen scheinen aufgezo-gene Uhrwerke zur Berechnung der Finsternisse zu seyn.
(Ansichten von der Nachtseite der Naturwissenschaft vonG. H. Schubert, 1818, Seite 38.)
Der Kaiser Constantin, welcher Christ geworden war,verehrte noch im Jahre 301 den Genius der Sonne, des-gleichen auch der Kaiser Julian, i. I. 362, ob er gleichden Jehova der Juden angenommen hatte.
Einige Eremiten in Neapel erklären den Wallfahrernnoch heutiges Tages die göttliche Dreieinigkeit durch dasBild der Sonne; indem sie sagen: So wie die Sonne nichtallein ein runder Körper ist, sondern auch glänzetund Wärme verursacht, so machen diese drei Eigeik-schaften doch nur eine Sonne aus, obgleich die Ründenicht die Wärme ist, die Wärme aber nicht der Glanz,oder der Glanz die Ründe: Also ist Gott der Vaternicht der Sohn oder heilige Geist; auch nicht derSohn derheilige Geist rc.
Ein solcher Dreifaltigkeitsausleger, ein Knabe von 11Jahren, predigte einst auf öffentlichen Plätzen zu Neapel,und belehrte Alt und Jung. Von diesem Knaben prophe-zeiten viele alte verständige Männer, daß noch einstensein Heiliger aus ihm werden würde.
(Bemerkungen über den Charakter und die Sitten derJtaliäner auf einer Reise von Mahon bis Neapel.Göttingen 1790. S. 137.)