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Der Kampf der Finsterniß mit dem Lichte des neunzehnten Jahrhunderts
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göttlichen Gesandten, und nahmen seine Schriften an, ver-warfen aber die pharisäische und sadduzäische Deutungsweise.Sie achteten mehr auf den Geist, als auf den Buchsta-ben des Gesetzes. Dom Tempeldienst und Opfer hielten sienicht viel.

S. 25. Sie waren keine Materialisten, sondernSpiritualisten, welche sich den Geist, (um sinnlichzu sprechen), wie einen feinen Aether dachten, der ausGott hervorgegangen ist, und zu ihm oder inihn wieder zurück kehrt. Ein Geist, oder, bildlich:ein Aether der nicht vergeht, sondern nach der Scheidungvon dem Körper in die seligen Regionen der Gottheit zu-zück gehet. Sie betrachteten den Leib als ein Gcfäng»niß des Geistes, als ein Gehege, einen Zaun, wel-cher die Seelenkräfte umflochten hält.

In ihrer Moral ist die Hauptlehre in dem Worte;Liebe! enthalten; diese theilten sie in: Liebe zu Gott,Liebe zur Tugend, und Liebe zum Nächsten. Be-sonders empfahlen sie Gehorsam gegen die Obrigkeit, weiljede Obrigkeit von Gott sey.

Ihr friedliches und stilles Leben wird von allen Schrift-stellern einstimmig gerühmt. Dies gründete sich auf die Be<zähmung der Leidenschaften Sie waren so strenge, daßsie den Lebensfreuden freiwillig entsagten, weil sie glaub-ten durch Sinnengenuß von Gott abgelenkt zu werden.Brod, Gemüse, und Früchte waren ihre gewöhnlichen Spei-sen. Die eigentlichen Tugendmittel waren besonders dieLesung der heil. Schrift, der Gesang alter Hymnen, undgeistliche Betrachtungen in der Einsamkeit und in der Ge-sellschaft ihrer Brüder.

S. 27. Bei der Aufnahme in den Orden muste sich derBewerber einer Prüfung unterwerfen. Er erhielt die