Druckschrift 
Der Kampf der Finsterniß mit dem Lichte des neunzehnten Jahrhunderts
Entstehung
Seite
54
Einzelbild herunterladen
 

54

ist cs, daß in der Beförderung dieses Zweckes sich alle be-gegnen. Die Missionsgesellschaftcn sowohl als die Bibelge-sellschaften zählen zn ihren Mitgliedern eben sowohl Bischöff-liche als Presbyterianer, Dissenters, Methodisten, Quakerund selbst die kleine Parihei der Unitarier, welche in eini«gen Hauptlehren ganz von der Kirche abweichen, reden mitgroßer Achtung von jenen Bemühungen.

Einige haben ihre eigene geräumigen Häuser dazu her-gegeben und zn den jährlichen Versammlungen hat nurdie Frcemasons-Halle (der größte und prächtigste Saal inLondon) hinreichenden Raum. In der Straße Bartlet-Buildings sähe ich zuerst die Bureaus und Archive derSocictät der christlichen Erkcnntniß, und wohnte dann,als auswärtiges Mitglied, einer ihrer Sitzungen bei. DerArchidiakon von London, H. Pott präsidirte in Abwesen-heit des Erzbischoffs von Eautcrbury. Für unsere aka-demische Bibliothek übergab er mir ein Pracht-Eremplarder von der Soeietät veranstalteten englischen Kupferbibelin drei großen Quartbänden. In der Gegend von Fleet«strcet sah ich den Sitz der kirchlichen Miffionsgesellschaft.Der Secretair H. Pradt machte mich mit dem Geschäfts-gänge bekannt, und übergab mir für die hiesige Missions-Bibliothek eine Reihe jährlicher Berichte und Register, wor-in mit einer bewundernswürdigen Genauigkeit von allem,was in dem Ungeheuern Kreise der Missionsanstalt vor-geht, jährlich in starken, sehr schön gedruckten, BändenNachricht gegeben wird. Unter andern erhielt ich auchmehrere einzelne Bogen, jeden mit einem Kupfer geziert,das die darin beschriebenen Götzen und Gebräuche der heid-nischen Völker vorstellt. In mehr als 100000 Abdrückenwerden diese Bogen durch ganz England um einen sehr ge-ringen Preis verkauft, und von allen Ständen mit größ-ter Begierde gelesen, wodurch der Fond bedeutend vermehrtwird re. Am 5. Julius wurde ich in die wöchentliche Ver-