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Der Kampf der Finsterniß mit dem Lichte des neunzehnten Jahrhunderts
Entstehung
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»Bei der allgemeinen Jdeenzirkulation, welche durch die»Buchdruckerey so gefährlich veranlaßt wurde, war es für"päbstlichcs Interesse durchaus nothwcndig, nur so viel"Wahrheit und Geschichte bekannt werden zu lassen, als"sich zu den Meinungen des römischen Hofes passen mochte."Schon Alexander VI. hat deswegen Bücherzensoren aufge»"stellt, aber ganze Verzeichnisse von Büchern, die man cnt-" weder gar nicht oder nur unter der warnenden Vormund-"schaft der Kirche lesen solle, gab zuerst Paul IV. ans»Licht, und Scrtns V. hat dieses Geschäft einer eigenen Con-"gregation von Kardinälen übertragen. Die ganze Geschichte"dieser Verzeichnisse beweiset, daß man nicht einmal ge-"lehrte, verständige Männer zu solchen Jdeenvisitatorcu"aufstellte; oft zweifelt man, ob Bosheit oder Dummheit"bei Verfertigung dieser Katalogen mehr geherrscht habe, ob»mehr ungelehrte. Grausamkeit bei ihrer Verfertigung oder" mehr Unmenschlichkeit bei ihrer Vollziehung gebraucht wor-"den sey.«

»Wo auch nicht spanische Inquisition ekngeführt»war, da verfuhren oft Bischöffe und Obrigkeiten als ob»sie beweisen wollten, wie überflüssig in ihren Geg.ndcn»eine spanische Inquisition sey. In keinem Lande hat sich»die Hierarchie als herrschend behauptet, wo es nicht un-, glaubliche Grausamkeiten und Ströme von Menschenblut»gekostet hätte. Da rettete kein Alter, keine Gclehrsam-»kcit, keine vorhergehende Verdienste um Staat und Kirche,»und die niederträchtigste Grausamkeit, womit man den»Ketzer oft fangen mußte, hielt man durch ihre Absicht»geheiligt. Nie vergißt wohl der unparteiische Gesciicht-»schreiber zu unterscheiden, was überhaupt Schwäche eines»gewissen Zeitalters, oder besondere Gesinnung einer ein-»zclnen Partei sey; aber nun schon dxitthalb Jahrhunderte»lang ruft immer neu vergossenes Märtyrerblut gen Him-»mcl, und selbst die deutlichsten Beweise vom politiicheu

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