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de» Oedenskirchen, wo Ablaß gewonnen, Reliquien geküßt,Proccsstoncn gehalten, den Sinnen gefallende Aufzüge gege-ben wurden — aber was der Staat bey dem Stillständeso vieler bürgerlichen Gewerbe auch nur an einem im Schwel-gen durchgebrachten Fcyertag, geschweige an so vielen ver-liert, mag der finanzkundige Statistiker berechnen. Um einBeispiel zu geben, welche Nachthelle über organistrte Dis-ciplinargesetze auf den Erwerbflciß und den Wohlstand derKatholiken bewirken, werfe man einen statistischen Blick ausdas Herzogthum Berg. Bey gleichem Schutz einer katholi-schen Regierung, bei einer Mehrzahl der katholischen Bürgersind fast alle durch einen bewundernswürdigen Gewerbsicißerrichtete blühende Fabriken und Manufakturen, und ein inalle Weltthclle ausgebrciteter Handel und Neichthnm in denHänden der Protestanten. — Will man noch eine fernereVergleichung anstellen: so vergleiche man das von der Na-tur so sparsam gesegnete bergische Land mit dem unermeß-lich fruchtbaren Theil der ehemahligen Kölnischen und Jü-lichschen Länder, und frage sich, welche Gottheit schüttetedas Horn des Uebcrfluffes und des Reichthums über dasbergische Land, und in diesem wiederum nur über die pro-testantischen Bewohner desselben ? «
So weit die Bemerkung des alten katholischen Pfarrers.
Der Herr Professor Schram in Düsseldorf hat diesenGegenstand in Nro. 68. d. I. noch weiter ausgeführt, undgegen ein ansehnliches Register von neu aufgekommenen Ab-laß-Feyertagen geeifert, die gegen den Schluß der Tridenti-uischen Kirchenversammlung zu zahlreich, und nicht alleindie Entnervung der Kirchenzucht, sondern auch die Verar-mung der geringer» Volksklasse zur Folge haben.
Die ersten Christen vor den Zeiten des Kaisers Con-stantin d. Gr. feyerten jährlich nur 5S Sonntage, wo-von aber der jedesmahlige halbe Tag bei der erwerbenden
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