gebracht würde, daß die Welt und insbesondere der armeThci! des Volks von der Wahrheit völlig überzeugt würde,weil Gott nicht verlangt, daß wir unverbürgte Gerüchteauf guten Glauben als ein Wunder unbedingt unnchmensollen? — Ein Schreiben an die Geistlichkeit zu Kevelarwürde die Sache aufklären, die uns dann wohl gütigst dieNachricht inittheiten würde, woher die vielen Krücken ge-kommen sind. Eine Untersuchung dieser Art kann nicht ver-arget werden, weil man vor einigen Jahren an der Wun-dcrgeschichtc der Anna Maria Kiencke im Osnabrücki-schen ein Beispiel gesehen hat, wie die Wahrheit bei derstrengsten gerichtlichen Untersuchung dennoch lange Zeit ver-schleycrt bleiben kann.
Sollte Herr Prior Hoogen oder sonst ein wahrheits-liebender Freund uns hierüber nicht eine baldige Auskunftgeben können?
Einsender hat bei diesen Bemerkungen nur den reinenZweck, Wahrheit und Volksgülck, vor Augen gehabt, daherlapt er den in Nro. 50. des W. A. vom Juny 1803 aufge-tretenen alten katholischen Geistlichen weiter reden, welchersich über jenen Gegenstand folgender Maßen ausdrückt.
» Ein schlecht unterrichtetes und unaufgeklärtes Volk isteinmahl dazu geneigt, den öffentlichen Gottesdienst und sei-ne äußerlichen Gebräche als einen Hanpttheil seiner Reli-gion anzuschcn und die Hülfsmittel mit dem Zwecke zu ver-wechseln z besonders schmeichelt es seinem Hange zum Mü-ßiggänge , das Fepern und Nichtarbeiten an Festtagen füreine Handlung der Religion selbst anzusehen. Die Folge >davon war, daß diese Tage für den Ackerbau und das Ver-dienst des Handwerkers verloren giengen und häufige An-läße zur Schwelgerey und mancherlei) Ausschweifungen an-botcn. Für die Mönche waren das goldene Tage; dennan solchen schwärmte das Volk ausser seinem Pfarrortr nach