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Der Kampf der Finsterniß mit dem Lichte des neunzehnten Jahrhunderts
Entstehung
Seite
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'Jahre als Lehrer vorgestandcn, drucken lassen, mit der Er-mahnung , man mochte die Kosten der diesjährigen Reisenach Kevclar zusammcnbringcn, und sie den unglücklichenAarbewohnern zuschicken.

Ob nun diese Ermahnung den erwünschten Zweck zurFolge gehabt hat, kann Einsender nicht sagen. Indessen istes bekannt, daß in diesem Jahre die Anzahl der Wallfah-rer so groß gewesen, daß Menschen erdrückt worden sind,indem sogar eine einzige Procession aus den Aargegenden1400 Personen enthalten haben soll, wozu noch eine Mengeaus Holland, Brabant, dem Herzogthnm Berg und mchrernangränzcnden Ländern gekommen ist. — Die Wirthe sollendaselbst schon 30 Stbr. für eine schlechte Mahlzeit nehmenund durchgängig reich scyn. Bon einer einspännigen Fuhreaus dem Bergischen, dessen sich gewöhnlich alte und kränk-liche Personen, Krüppel und Blinde bedienen, wird schon— 15 Rthlr. bezahlt, und so gebt das Geld in Masse ausdem Lande, und zwar von der armen Volksklaffe, die cs nichtbezahlen kann.

Dieses Wallfahrten nach so weit entlegenen Oertern un-bedingt zu verbieten, würde den guten Leuten, die das zeit-liche und ewige Glück dabey zu bezwecken suchen, ihre in-nere Ruhe nehmen. Und sich von einer zahllosen MengeDornrthcile frei) zu machen, dazu gehört mehr als gewöhn-liche Anlage und Erziehung. Wer sich hievon Kenntnißverschaffen will, muß sich mit den Ursachen bekannt machen,die jene Wirkung Hervorbringen. Einsender hat mit Meh-rern dieser von Kevelar zurückgckommenen Wallfahrer ernst-lich und gründlich gesprochen, und von denselben einhelligdie Nachricht erhalten, daß fast kein Jahr vergehe, wo nichtKranke, Blinde und Krüppel aller Art daselbst durch Got-tes Allmacht curirt würden: dieses beweise nicht allein diegroße Menge Krücken, die daselbst vorräthig liegen, sondern«s seye auch nicht nur vor einigen Jahren in Düsseldorf,