»Verhältnissen mit jeder andern Regierung bloß die»Vorschriften jener heiligen Religion zur Richtschnur»zu nehmen, ncmlich die Vorschriften der Gerechtig-keit, der christlichen Liebe und des Friedens.« Siesagen ferner:
» Der einzige Grundsatz, der sowohl zwischen besagten»Regierungen, als zwischen ihren Unterthanen in
»Kraft seyn muß, wird demnach der scyn.wo-
»durch sie mithin erklären, daß die Christliche Rcli-»gion (wozu sie und ihre Völker gehören,) in der»That keinen andern Souvcrain als denjenigen hat,»dem allein die Macht gebührt, da sich in ihm alle»Schätze der Liebe, der Wissenschaft und der unendli-»chen Weisheit befinden, nämlich in Gott unserin»göttlichen Erlöser Jesu Christo, dem Worte»des Allerhöchsten, dem Worte des Lebens: Ihre Ma-»jestäten empfehlen daher ihren Völkern mit der zärt-»lichsten Sorgfalt als das einzige Mittel dieses Fric<»dens zu genießen, der aus einem guten Gewissen» entspringt u. s. w.«
Eben so beruhigend ist das Sendschreiben unsers neucr-wählten Bischosss von Münster, Ferdinand von Lüning,an die gesammte Geistlichkeit seiner Diozöse: worin dieserunter andern sagt:
» Endlich können wir nicht umhin Ihnen (den Seelsor--»gcrn) noch eine Erinnerung zu geben, die uns um so» näher am Herzen liegt, weil die Nichtbeachtung der-»selben auf die katholische Kirche und ihre Diener ei-»ncn sehr nachtheiligen Schatten werfen, und der Lan-des-Regierung selbst eine Veranlassung zur Unzufrie-»denheit mit uns, und der uns untergeordneten Geist-»lichkeit seyn wird. Die katholische Religion ist in»unserm Diozös nicht mehr die Alleinhcrrschendc, son-sdern durch dem gropen Wechsel der Dinge, der