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Der Kampf der Finsterniß mit dem Lichte des neunzehnten Jahrhunderts
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VIII
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die Religionsfreiheit wiedergab; viele von der Kirchefestgesetzten Feiertage schaffte er ab; die Geistlichkeitließ er den Eid des bürgerlichen Gehorsams schwö-ren, und ihre Besoldung wies er ihnen, gleich denübrigen Staatsdienern, nicht in liegenden Gründen,sondern in baarem Gelde an, um sie, im Falle desUngehorsams, durch die Zurückhaltung ihres Lohnsdesto besser im Zaume halten zu können.

Bis zum Jahre 1815 hörte man, so weit sichNapoleons Gewalt erstreckt hatte, von keinen Anma-ßungen der Geistlichen; als er aber gestürzt war unddie Rheinprovinzen einem protestantischen Oberhauptszufielen, regte sich die alte Hyder der Intoleranz wie-der. Es erschienen abermals Kontroversprediger, dieStraßen füllten sich allmählig mit Wallfahrern undBettlern: kurz das alte Unwesen kam wieder in sei-nen vorigen Flor.

Oie Regierungen ließen es zwar nicht an Ermah-nungen dagegen fehlen; allein ihre humane Denkweisewollte ungern strenge Maasrcgeln ergreifen, noch denreligiösen Vorurtheilen scharfe Grenzen setzen.Dadurch aber nahmen diese und mit ihnen der'ßiggang mit jedem Tage zu.

Faßt man diese Erscheinungen naher ins Auge,so erhellt bald, daß sie nicht von der gebildeten