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bensgenossen wie Kinder eines Vaters in friedlicherEintracht geieinander. — Als aber der Verfasser, sei-nes Berufs wegen, mehrere Länder bereisete, merkteer bald, daß es nicht überall sey, wie in Frie-drichs-Staaten; er sah zu seiner Verwunderung aufden öffentlichen Straßen Heereszüge von Wallfahrten,Prozessionen, und aufgeschlagcnc Buden für Kontro-versprediger, welche Bannflüche über Andersdenkendeherab donnerten. Jndcß bekam in Deutschland dieSache doch eine andere Richtung durch Josephs ll.Regierung. Man sagte sich vertraulich, daß Friedrich,nach dem Kriege wegen der bayerschen Erbfolge, mitKaiser Joseph ein inniges Freundschaftsband geknüpft,und daß der letztere die Grundsätze einer allgemeinenNeligionsduldung von jenem großen Manne angenom-men habe. Eine gänzliche Reorganisation des Kir-chen- und Schulwesens erfolgte auch wirklich in denösterreichischen Staaten, und freie Religionsduldungwar das Losungswort, wodurch in Deutschland einZeitgeist geweckt wurde, der zu großen Erwartungenberechtigte.
Maximilian Franz folgte dem Beispiele seines er-habenen Bruders. Man verbesserte in seinen Länderndie Schulen, und führte die Jugend durch mathema-tischen Unterricht zum richtiger« Urtheilen und Den-ken; allein nach dem Lode Friedrichs und Josephs