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Denkverse und Epigramme
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_ Denkv crse. _

Adel der Seel' ist besser, als Königskronen, als Alles.

Aechte Weisheit erbaut stets Besseres, als sie zerstöret.

Acchte Tugend bewährt sich in heißesten Proben am meisten.

Achnlich dem Herrn zu scyu, ist mehr, als ähnlich dem Besten.

Aeffe nicht nach, was Andere thun; nein, folge nur Christo!

Acmsig vollende das Kleine; du wirst bald Großes vollenden!

Acffcrei schändet die Kinder, noch mehr die Jüngling' und Männer.Aengstlichkeit ziemt dir nimmer, o Christ; nein, glaub' und vertraue!Aeußeres lobt und tadelt die Welt, das Innere Christus.

Acußcrcs sey dem Inneren gleich, und beides sey heilig!

Ahne mit zartem Gcmüth, leis' horchend, wie nahe dir Gott sey!Alle Naturfrcihcit ist Geistcsfcssel dem Christen!

Andacht, innig geübt, zieht nieder den Himmel zur Erde.

Andacht verschönt ein häßlich Gesicht, und verkläret ein düst'rcs.Andacht, welche das Herz nicht crfrcu't, das sey dir nicht Andacht?Aller Thorheit Beginn ist die L-elbstheit; fürchte vor dir dich!

Aller Thorbcit Quell ist weichen vom Vater des Lichtes.

Aller Tugend Beginn ist selbst sich verläugncnde Dcinuth.

Alle Dinge sind möglich dem Glaubenden; glaube doch dicß erst!Alles befiehl dem Herrn; so bleibst du stille bei Allem.

Alles Elend der Welt hat Sünde zum einigen Ursprung.

Alles kommt und schwindet; nur Eins bleibt: heilige Liebe.

Alles sey wahr, was du sagst; doch sage nicht Alles, was wahr ist!Alles vermag, wer glaubt; es ist Glaubenden Bnndcsgenoß Gott.Alles verkünd' an dir die still demüthigc Seele!

Alle zu lieben, das macht dich, o Freund, zum Seligsten Aller.Allmacht selber vermag Nichtwollendc nicht zu erretten.

Allmacht spricht zu dem Schwachen: vollbringe das Schwerste! so thut er's.Anderen diene; so dienet dir Gott! Hier diene, dort herrsche!

Allzeit handle mit Liebe; so wirst du auch Böse gewinnen.

Allzu leichtes Vertrau'» zieht au, wie Magnet, den Betrüger.Ansang, Mittel und Ende von jeglichem Werke sey Christus!

Andere tadle nicht eher, als bis du' dich selber gerichtet.

Andere bilde nicht eher, als bis du dich selber gebildet.

Anspruchloscs Verdienst verdient wohl doppelter Ehre.

Arbeit mit Ruh', und Ruhe mit Arbeit einigt der Weise.

Arbeit scheue du nie, noch Kampf um die höchste Vollendung.

Arges Gcmüth! Wie bist du verdammt zu beständigem Argwohn!Auch das Erlaubteste fliehe, sobald cs dir Frieden und Kraft raubt!Argwohn hegt ein arges Gemüth, und dünkt sich noch klug gar.Auf! llch' ans! den Schlafenden wird nie Großes verliehen.Aufgeblasenheit zeigt dir recht die Leerheit des Innern.

Augen hat auch der innere Mensch; die erheb' er zum Himmel!

Alles ohne Geräusch, in Einfalt, Demuth und Liebe!

sonst einen Sinn bilden, Ermunterndes und Nützliches mittheilen wollen. Eskönnte dieß in traulichen Kreisen ein sittlich förderndes Spiet werden, wo man aufeine freundliche Weise den Geliebten auch recht ernste Wahrheiten Vorhalten dürfte,ohne zu verletzen, und wo auch Der, welchem die Gabe der Vcrskunst versagt ist,durch Auswahl und Anwendung dieser hexametrischen Zeilen auf ganz besondereFalle und Personen den unschuldigen Schein der Verskunst gewönne. Der Verfasserhat in solchen Spielen recht liebliche und erfreuliche Erfahrungen gemacht.