Denkv erse.
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Was Seligkeit schaffe, was ewigePein.
Lies selber nun auch im Bibel-buch.
Was Heil dir bringe, was GottesFluch.
Du mußt im Haus' auch mit denDeinen
Dich noch zu Gebet und Gesangvereinen!
Hausvater! dulde nie Mutwil-len,
Um der Deinen, ja um deinet willen!
Treib' alle Narrcntheidung fort;
Sprich heute nur von Gottes Wort!
Besuch' auch heute den frommenFreund,
Der's redlich mit Gott, mit dirauch meint!
Sprich mit Verständigen Viel vonGott!
Scy nicht, wo Leichtsinn sitzt undSpott!
Nicht hindre dich Tanzwuth, Trunkund Klang,
An Gott zu denken dein Leben lang !
Wer nach der Predigt sogleich sichzerstreut —
Der weiß noch nichts von Selig-keit.
Wer im Herrn sich freut, den reiztnicht die Welt,
Noch was si e für Vergnügen hält.
Wie? sollt' er nicht gern die Welt-lust verschmäh»?
Wein hat er, drum läßt er Wasserstehn! —
Geh' auch hinaus auf Feld undFlur,
Sieh Gott im Tempel der Natur !
Der Sternenhimmel, der Wurmim Staube,
Es ruft Alles dir: L i ebe! Hoffe!Glaube!
So macht' es Jesus! — Stets denkesein!
Es wird dich wahrlich nicht ge-rcu'n!
Sein denkend, kommt dann, eh'du's gedacht.
Der schöne Abend, die stille Nacht.
Nun betest du noch, singst heiligeLieder,
Befiehlst dich Gott, und legst dichniedcr! —
Gott wecke dich sanft am Morgenwieder! —
Wie selig ist solche Sonutags-weihe!
Sie schafft nur Segen und nie-mals Reue.
Ein solcher Sonntag bringt dichweiter
Eine Stuf' auf der steilen Him-melsleiter.
Zum Sonntag wird dann jederTag,
Weg betest du alles Ungemach;
Zum heiligen Tempel wird Herzund Sinn,
Gott wohnt mit seinen Engelndrin.
Stets gehst du mit innrer Ruh'zur Ruh',
Und im Tode drückt Gott dir dieAugen zu. —
Ja, feierst du immer denSontag so;
Dannlcbst du aufErden,—im Himmel froh.
An Jungfrauen und Ehefrauen.
An Jungfrauen.
Hört! Ich will in zarten BildernFrommer Jungfrau'n Tugend schil-dern.
Will die strenge Pflicht nicht mil-dern ;
Sie nur schafft Glückseligkeit!
Jungfrau'», wollt ihr Heil undLeben?