D c n k v e r sc.
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Lieblich, schön, gleich einem Kinde;Aber lässcst du sie walten, schalten.Wird sic schnell zum Riesen sich ge-stalten !
Graulich dräut ihr wildes Angesicht;Thustdu,Sclav, dann ihren Willennicht!
605. Gott, welchen Schmerz die,
Seele fühlt,
Wenn Sündcngiftim Innern wühlt.Und nichts den Brand der Reuekühlt!
606. Kannst du Gott und seiner
Führung trauen,Darfst du sorglos in die Zukunftschauen.
607. Nie hat Gott sein Wort gebro-
chen ;
Traue Dem, was Er versprochen!
668. Gottes Kind, denk' nicht zuviel auf Morgen!Ucbergieb dem Vater alle Sorgen!Leb' in Gott von Augenblick zu Au-genblick —
Das istKindcrsinn und Kinderglück.60Y. Gott ist ein stilles Wesen,Wird stille Herzen nur zur Wohnungsich erlesen.
610. Ach, des Herzens Ungestüm!Blieb' ich doch sein still bei Ihm!Er ist doch allein mein Friede!Würd' ich still zu scyn nie müde!
611. Flcischestod ist Geistesleben;Geistesleben — Fleiscbcstod.
Stirb dir selbst, so wirst du leben !Stirbst du nicht; so bleibst du todt.
612. Erlöse mich vom Eigcnden-
kcn;
Wollst deiner Weisheit Licht mirschenken!
Erlöse mich vom Eigenwillen;Hilf, daß ichdeinen mög' erfülle«!Erlöse mich von Eigenlust;Dein Himmel fülle meine Brust!
613. Gott ist ein Geist;
Drum findet ihn
Auch nur der Geist,
Der sich entreißtDem Fleischessinn.
614. Mögt ihr mir geben oder neh-
men ,
Mich rühmen oder mich beschämen!Mögt ihr mich lieben, oder nicht,Seys dunkel in mir oder licht:Hab' ich nur Gott; so bleib' ich still;Ich habe, was ich habe» will.
615. Alles scy dir lieb und recht und
gut,
Was der Vater gicbt und nimmtund^ thut.
616. Wenn du ein gutes Werk voll-
bracht ;
Nimm dich vor Eigcnrnhm in Acht,Und preise GottesHuld und Macht.
617. Gott geweiht scy Geist und
Wille
Jeden Tag zur Sabbathstille;Alles sey ihm hingcgebcn:
Leib und Seele, Tod und Leben!Fern von Erdcneitclkciten,
Laß du nur von Gott dich leiten!
618. Sabbathschander nenn' auch
Die,
Die in eigner Sorg' und Müh'Kämpfen, ringen und sich kränken.Wenn doch Rnhe Gott will schenken!61Y. Wie gern will Gott im Herzenwohnen.
Gern ewig darin bleiben!
Doch mußt du ja des zarten Gastesschonen.
Die kleinste Eigenheit kann ihn ver-treiben.
620. Trotz allen Sünden dich Gott
geweiht!
Trotz bangen Zweifeln — Zutrau-lichkeit!
Bei heißem Bußschmcrz doch Selig-keit —
Ist ewig Leben schon in der Zeit!
621. Ach, wie baldWird man alt.
Wird man kalt! —
622. Gott hilft im Sündcnkampf
dir siegen;