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Denkverse und Epigramme
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Den kV er sc.

61. Hoch vom scl'gen HimmelIn dieß WcltgctümmclRufen tausend Sicgerstimmcn,Standhaft ihnen nachzuklimmen.

62. Wie süß, allein im Herrn zu

leben,

Zu ihm die Seele zu erheben!

An jedem Morgen wacht man aufZu einem schöner» Glaubenslauf,Und wird umsonst nicht nach demHimmel streben.

63. Die Sehnsucht, die ein from-

mes Herz erfüllt,Wird überschwänglich einst gestillt.

64. Siehst du das Laster Mol sich

frcu'n?

Dich täusche nicht der eitle Schein!Das Laster kann nie glücklich seyn.

65. Gott hat ein HerzFür deinen Schmerz.

66. Statt nur Andre stets zu ta-

deln,

Sollst dein eigen Herz du adeln.

67. Ach, die schnöde EigenliebeTödtet alle edlen Triebe,

Und erstickt die Nächstenliebe!

68. Weh' Dem, der nicht schon hier

sich Jesu weiht.Hier seine Sünden nicht bereut.Nicht forteilt in den hcil'gen Streit!Zu spät ist's in der Ewigkeit.

69. Wenn Christi Huld, wieHim-

mclslicht,

In die umwölktc Seele bricht,Wenn sein Erbarmen auf uns blickt;Wie wird man durch und durch er-quickt!

70. Wacht, ihr Kinder, aus Gott

geboren!

Leichtsinn hak Alles schon verloren.

71. Sey nicht furchtsam, scy nicht

träge!

Fürchte nichts auf schmalem Stege,Wandte rasch der Tugend Wege!

72. Denk' oft an Christi Worte:Geht durch die enge Pforte!

73. Deinem Gott mußt du dicheignen,

Mußt die Welt, dich selbst verläug-nen.

74. Oft fängt sich TückeIm eignen Stricke;

Oft fällt ein BubeIn seine Grube.

75- Gott hat Gefallen am Er-barmen ;

Gern Hilst er auch dem ärmstenArmen.

76. Wie ist das Herz so selig stille.Ist Gottes Will' auch unser Wille!

77 . Wie? darfst du über And're

klagen?

Sie habe. auch an dir zu tragen.

78. Was stt uns nach der Sünde

blickt,

Was unser Herz von Gott entrückt.Das werd' in Christi Kraft erdrückt.Sofort in der Geburt erstickt!

79. Mas der Vater nicht ge-

pflanzt, gcsä't.

Das verdirbt, verwelkt, vergeht;

Aber Gottes Pflanze

Wird gedcihn im Lonncnglanze.

80. Kannst du Gott bei seinem

Worte fassen;

Bleibst du auch im tiefsten Leid ge-lassen.

81. Es muß der ganzeKörper rein,Und rein die ganze Seele seyn.

82. Laß du immerhin die AndernBreite Sündenwcge wandern,Die sie zur Verdammniß leiten!Wandte du auf schmaler BahnMuthig, fröhlich, treu hinanZu deö Himmels Seligkeiten!

83. Die Demuth ist des Christen

Schmuck

Im Glücksgennß, im Leidenödruck.

84. Falscher Freunde Lob und

Schmeicheln,

Selbstbetrug und Schein und Heu-cheln,