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Denkverse und Epigramme
Entstehung
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Deukverse.

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16. HunmclSwonne darfst du hier

schon hoffe».

Steht dein Herz nur für den Him-mel offen.

17 . Die fordern von Andern am

m eiste»,

Die selbst am wenigsten leisten.

18. Eins soll man täglich besser

lernen,

Von Liebe nie sich zu entfernen.

ly. Freund, folge nicht der Zeitund Mode;

Sic führt zum Scclentodc!

Laß ruhig alle ParthcienDie Kehlen sich heiser schreien!

20. Auf rechtem Pfade muß dein

Fuß bcbarre»,

TrotzBvsewichlern, trotzdenNarren!

21. Man denkt darum noch nicht,Wenn man gar viel vom Denken

spricht,

Und Denken gegen Andere verficht.

22 . Wozu dirGott versagt dicGabe»,Dazu will er dich auch nicht haben.

23. Ist man ungeschliffen?

Laß dich nicht verblüffen!

24. Hell und kalt ist oft bei-

sammen.

Warm und dunkel auch zugleich;Helles Denken, LiebesflammcnEinigend, wie bist du reich!

25. Aufklärern und SchwärmereiZusammt der Frömmelei:Vermeide diese drei;

So bist du weis' und fromm undsrci!

26 . Die glauben oder zweifeln

ohne Gründe,

Die halt' ich beide für Thoren undBlinde.

27. Wahrheit muß sich erst ver-

kleiden,

Sonst kann sie die arge Welt nichtleide».

28. Dein EpigrammenwitzScy nicht zu scharf und spitz!

Nein! keine UebcrschriftScy, mordend. Galt' und Gift!

2Y. Ins Angesicht geherzt.

Im Rücken angeschwärzt;

Das heißt doch mit dem Teufelwol gescherzt.

30. StaNgeistcrei,

Und Heuchelei,

Freidenkcrci,

Und Sündcnsclavcrei,

Und Schwelgerei,

Und Völlerci,

Und Hurerei,

Und Narrcrei,

Ist Alles einerlei.

31. Untugend laß, wenn er sie

mag, dem Feind;Sie ziemet nicht dem Vatcrlandcs-srennd.

Weg fremde Mod', unteutschc SitteAus aller wahren Tcntschen Mitte!

32. Bleib' nicht bei äußrer

Freiheit stehn,

In's I nnrc muß sic wurzelnd gehn.Tief,gründlichbcß'rcdcrTentschcsich;Sonst kehrt dicKnechtschaftsicherlich.

33. Scy fromm und fürchte kind-

lich Gott, den Herrn!Thu' seinen Willen gern!

Erzeigt dir dann den besten Weg,Führt sicher dich ans schmalem Steg;Dir leuchtet seiner Liebe Stern.

34. Die Freud' am Herrn sey eure

Starke

Zu einem jeden Tagewerke.

35. Gott, wie fröhlich kann ich immer

seyn,

Weiß ich nur, 0 Vater, ich bin dein!

36. Freude genießen und Freude

geben.

Daraus bestehet das Christcnlcben.

37. Gottist cinewig strömend MeerVonseligkeit; nie schöpfest ducslccr.

38. Herz, scy Tempel, wo dieLiebc

wohne!

Lieb' ist wahrer EhristenEhrenkronc.