Sie möchten ein Lehramt an der doch nächstens zugründenden Rhein-Universität annehmen. Ob Ihnendieserhalb ein Antrag schon geschehen, ob etwasAnderes an Sie gelangt ist, weiß ich so wenigwie die Andern, und vermuthe nur, daß nochbis jetzt nichts geschehen sey, weil der H. Staats-kanzler wahrscheinlich die Absicht hat, ans seinerRheinreise selbst mit Ihnen darüber zu sprechen.Zudeß wird diese Reise gewiß noch mehrere Mo-nate ausgcsetzt, und schwerlich vor Ende Iuniusvor sich gehen. Ihre hiesigen Freunde wünschendeßhalb, daß ich selbst noch vor der Reise desFürsten Schritte bey ihm zu Ihren Gunsten thunmöge, um Ihnen Ihr Recht zu verschaffen, undich bin dazu sehr gern bereit, werde Sie aberum so wirksamer vertreten können, wenn ich IhreWünsche zuvor weiß. Wenn ich meine angelegent-lichste Bitte deshalb an Sie gelangen lassen, sohalte ich mich überzeugt, daß Sie mir das Ver-trauen gönnen werden, auch von Ihrer Seite ver-sichert zu seyn, daß ich dabey die Rücksichten nichtverletzen werde, die Sie fordern können.
Hier wird am Losten d. M. der König denStaatsrath einführen, und dieser sich sogleich mitden Einleitungen zur Konstitution beschäftigen. Wirhoffen, daß aus den frühesten Verhandlungen desStaatsraths auch für die Rheinprovinzen viel Er-