Druckschrift 
In Sachen der Rheinprovinzen, und in eigener Angelegenheit
Entstehung
Seite
249
Einzelbild herunterladen
 

2/,9

Ligen und zu bewähren, so machte ihm diese er-wünschte Bestätigung den Muth, nun auch diezwcyte Nachfolgen zu lassen, die, gleichwie jene ersteseine Grundsätze und seine Weltanschauung aus-einander zu setzen bestimmt gewesen, so, gleich un-befangen, seine öffentliche Handlungsweise auf je-nem Grunde fußend zu schildern sich zum Ziel ge-nommen. Wie man sonst auch von dieser Weiseund jener Gesinnung denken möge, man wird dem,der sie geäußert, das Jeugniß nicht versagen kön-nen, daß zwischen bcyden keinerley Widerspruchbesteht, und daß dieselbe durchgängige Conseqnenz,die durch jene theoretischen Anschauungen geht, auchpractifch durch diesen Theil seines Lebens dnrchge-gangen. Der Grund, auf dem sein ganzes poli-tisches Benehmen ruhte, war das Vertrauen aufjene alte teutsche Ehre und schlichte Redlichkeit,die hassend jegliche Treulosigkeit, jedes gegebeneVersprechen heilig hält, und jedes Gelöbniß anEidesstatt nehmend, es auf's Gewissenhafteste er-füllt. Jener angeborne Sinn, wie sehr ihn schonoft bey früher» Vorfallenheiten die Leidenschaft ver-wirrt, die Sophisterey irre gemacht, Rücksichtensogenannter Klugheit zu bethören versucht, und dieUnentschlossenheit hemmend ihn zurückgehalten: end-lich ist er doch wohl durchgebrochen, und hat, demunverfälschten Naturelle wieder folgend, gehandelt,