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nicht, wann und wie es begonnen hat, noch wann und wiees schließt. Eigentlich ist kein Schluß oder Tod, sondern nureine Abtheilung im Leben, wie denn jede Nacht und jederSchlummer und jedes Jahr eine Unterabtheilung vorstellt. Unrsere sämmtlichen Tage liegen zwischen zweien Geburtsstundeneingeschlossen; die erste gibt uns an die Erde, die zweite an denHimmel ab. In beiden sind, wir ohne Willen. Eine höhereGewalt behandelt und leitet uns. Aber wenn wir die Tugendausnehmen, die wir vermöge unserer Selbstständigkeit undFreiheit ausüben oder unterlassen können; was haben wir,wovon wir sagen können, es sei ganz allein durch unfern Willengeschehen? Jst's nicht überall Gott und wieder Gott, der michführt?
Schon Mancher hat sich und Andere befragt, wenn er anseine zweite Geburtsstunde, an die zum bessern Leben, dachte:Wie soll das sein? Welche Reise muß mein Geist antreten zuandern Welten? Wie ist das möglich, da er den Weg durch dieunbekannten Gegenden der Ewigkeit nicht kennt? Müßte Gottnicht ein Wunder thun, und mich mit ganz eigenen neuenKräften im Augenblick der Auflösung meines Lebens begaben,damit ich mich durch die nie gesehenen Regionen meiner Be-stimmung finde?
O du seltsamer Zweifler, meinst du damit wirklich einengroßen Zweifel auszusprechen? Als die dir inwohnende Kraft,Geist genannt, durch die erste Geburtsstunde in dies irdischeLeben trat, geschah es denn durch ein geringeres Wunder? Wiefandest du denn aus der Unendlichkeit des Weltalls den Wegzu diesem Erdenstern? Es geschah dir unbewußt durch ein Ver-mögen, welches du heut noch nicht kennst; so wie ein Säuglingebenfalls wieder durch einen Trieb, dessen er sich selbst unbewußtist, mit seinen Lippen bald nach dem Eintritt ins Leben dieMutterbrust findet, aus welcher ihm Nahrung quillt. Erkläremir, Zweifler, doch diese Wunder, dann will ich dir die künf-tigen erklären! Wie wir durch die Allmacht zu diesem Leben,zu diesen Verhältnissen, zu diesen Freuden gebracht wurden,
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