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5 (1837) Andachtsbuch für die Jugend
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seine Schicksale das Menschengeschlecht kennt, der auf Wohlund Seligkeit so vieler Nationen, so zahlloser MillionenSterblichen, gleich großen, oder auch nur entfernt ähnlichenEinfluß gehabt hätte?

Und ich ich, der ich das Heil, welches mir durch dieserrTag geworden, so lebhaft fühle, ich sollte ihn nicht mit hoherFreudigkeit des Herzens, mit inniger Dankbarkeit gegen den er-habenen Schöpfer meiner Tage begehen? Ich sollte die Geburts-feste anderer, wenig bekannter Sterblichen feiern, und dessenvergessen, der mein treuester Freund, mein größter Erleuchter,mein wahrer Seligmacher ward?,Wie? ich, der ich oft mitRührung die Nahmen und Thaten großer Helden und Weisendes Alterthums vernehme, ich sollte den über alle Helden undWeisen Erhabenen vergessen, oder seiner ohne Bewegung desGemüths an dem Tage gedenken, da djx ganze dankbare Christen-heit das Erinncrungsfest seiner Geburt begeht? Nein, heiligerTag, sei mir willkommen! Sei mir jederzeit einer der feierlich-sten und schönsten meines Lebens. Du bist ja auch das Geburtsrfest meiner eigenen künftigen Vollendung! Mit zart empfundenerDankbarkeit will ich dich begehen; denn als Jesus Christusgeboren ward, war auch ich schon in den großen göttlichen Plander Erlösung und Beseligung durch Christum einbegriffen.

Und wie die ewige Gottheit durch diesen Tag einst die Weltbeglückte, so will auch ich sein Fest damit feiern, daß ich anihm so viele frohe Menschen mache, als ich kann. Weiß ich,wo eine arme Familie schmachtet und leidet, ich will denken:an diesem Tage, vor mehr denn achtzehnhundert Jahren, wardJesus geboren an diesem Tage soll auch nach Jahrtausendenkein Unglücklicher weinen. Ich werde hineilen in die Hütte derArmuth, in die Kammern der Noch, oder will hinsenden vonmeinem Ueberfluß, und die Sorgen der Leidenden stillen.Thronen trocknen. Denn heute ward uns der Weltheilandgeboren. Habe ich einen Feind, zürnte ich auf ihn, vielleichtmit Recht von diesem Tage an will ich frei von Haß werden,ich will verzeihen. Und fürchtet sich mein Feind noch vor mir:an diesem Tage soll er von mir hören, daß er stch nicht mehr