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einzigen Reichs verbunden waren. Alle bekannten Völker, soauch die Juden, gehorchten dem römischen Kaiser, der seineGeböte ausschrieb nach allen Weltgegenden. (Luk. 1, 2.) Somußten alle Nationen des Erdballs zu dieser Zeit vereinigt sein;sie mußten gemeinschaftlichen Verkehr haben; es mußte die Mit-theilung von einem Ende der Welt zum andern leichter werden;es war der irdischen Welt nur ein Hirt gegeben, damit ausden verschiedensten Völkern um so leichter eine einzige HeerdeJesu werden könne.
Dies waren die Veranstaltungen der Vorsehung, die großenVorbereitungen zu der Erscheinung Jesu — und in diesem Zeit-punkt, dem merkwürdigsten in der ganzen Geschichte des Erd-bodens, erschien Jesus Christus, Messias, Heiland der Völker.—Er ward geboren. Engel sangen um seine Hütte; Könige knietenvor seiner Wiege. Der Morgen eines bessern Tages graute; derFrühling der geistigen Welt begann und die Erlösung von denBanden der Nacht!
Wie außerordentliche Umstände und Ereignisse mußten sichalso auf dem ganzen Erdball, unter allen Nationen, unter allenReligionen, um die Geburtsstunde Jesu vereinigen! —Gottes Finger herrschte!
Voll banger Unruhe und Sehnsucht war die ganze Welt;getrennte Völker waren eins worden, die ältesten Religionenin sich zerrissen; der Mund der Weissagung hatte die Erscheinungdes Göttlichen verkündet; die große Zeit der Erfüllung war nunvorhanden — und Jesus ward geboren.
Er ward geboren in einer elenden Hütte; eine armseligeKrippe war sein erstes Bett! — Er ward geboren; der größteTheil der Welt wußte nichts von dem, was geschehen war. —Sie harrten noch Alle, Gott hatte es schon gethan! — Sieschlummerten in der heiligen Nacht, unkundig des größten allerWeltereignisse — aber Gottes Vaterliebe wachte! — Er wardgeboren; der König des Gottesreichs, den jetzt nach Jahr-tausenden alle gebildeten Nationen des Erdballs in Demuthverehren, vor dem die Fürsten der Welttheile anbetend imStaube liegen, dessen heiliger Name durch alle Länder, über