war äußere Weihe in di? Gemeinschaft der Bekenner, keines-wegs die Huldigung und Erleuchtung der Seele selbst schon.
Wie zärtlich hat Jesus seine Jünger geliebt, wie zärtlichward er von ihnen allen wieder geliebt! Er kannte ja ihreHerzen, die er selbst gebildet hatte; kannte ja die Kraft ihresGeistes. Dennoch hielt er es keineswegs für überflüssig, ihnenauch noch sinnliche Hilfsmittel zu geben, damit sie auch, wenner nicht mehr bei ihnen sein würde, seiner oft gedächten, seinerLehren sich oft erinnerten, und sich unter einander selbst, so wiealle Andere, brüderlich als seine treuen Freunde und Mitgenossendes göttlichen Reichs erkennen möchten. Darum setzte er dasheilige Abendmahl ein, und befahl ihnen, dasselbe zu halten.Das Brod ist mein Leib, der Wein ist mein Blut, sprach er.Ihr, indem ihr es genießet, bekennet damit, daß ihr ganz einsmit mir seid, daß ich in euch bin; daß ihr mit mir in engsterGeineinschaft zu Gott unserm Vater stehet.
Mit und Abendmahl war zugleich die sichtbare Kirchegestiftet, eine Abspiegelung des Heiligsten im Irdischen.
Wenn nachher auch noch andere Gebräuche, Vorschriftenund Hebungen hinzukamen, je nachdem die Beschaffenheit derMenschen und der Umstände sie erforderlich machten: alle hattensie doch keinen andern Zweck, als die Heiligung des Gemüthsin Jesu zu befördern; alle sind durch ihr hohes Alterthum ehr-würdig geworden. Wenn auch nachher die Anzahl der Lehrer,ihre Namen, ihre Aemter, ihre Gewalt, selbst ihr Rang desEinen über den Andern vermehrt wurden: es mußte doch ge-schehen, sobald sich die Anzahl der christlichen Gemeinden ver-größerte, um Aufwand, Ordnung und Vollkommenheit jedesEinzelnen in seinem Fach zu befördern. So lange eine Familievon wenigen Personen beisammen lebt, ist kein König derselbennöthig; der Hausvater allein mag wohl Alles leiten, was zuäußerlicher Zucht und Ordnung gehört. Aber wenn mehrereFamilien, wenn ganze Völkerschaften in enge Verbindung treten,dann müssen sich mit den Geschäften die Vorsteher vermehren,und den einzelnen Obern rgüssen, damit sie alle gleichartighandeln und ihren Pflichten genug thun, noch Höhere vorgesctzt